Wieso wünschen wir einen guten Rutsch?

Mit den eisglatten Straßen an Silvester hat es nur bedingt zu tun. Rutsch stand früher auch für Reise. „Und sonntags rutscht man auf das Land“, schrieb Goethe in „Die Lustigen von Weimar“. Anfangs ging das im Winter per Schlitten, erst später mit der Bahn. Der Wunsch, ähnlich leicht und ohne Komplikationen ins neue Jahr zu gleiten, liegt also nah.

Dass der Rutsch seine sprachlichen Wurzeln im hebräischen Rosch ha-Schana hat, dem „Anfang des Jahres“, gilt heute als unwahrscheinlich.