DOXNET Tag

„Vom internen Druckdienstleister zum Player auf dem externen Markt – Ein schmaler Grat…“

Mit diesem spannenden Thema befasste sich dieses Jahr der DOXNET Tag am 23.11.2017 im Novotel München.
Durch wachsende Digitalisierung in den Unternehmen sinken die Druckmengen in den vorhandenen Hausdruckereien und es wird nach Alternativen gesucht, diese Mengenreduzierung zu kompensieren bzw. evtl. sogar neues Wachstum zu generieren. Eine Option, um dies eventuell erreichen zu können, wäre ein Einstieg in den Drittmarkt, um dort neue externe Kunden zu akquirieren. Damit dies gelingen kann, müssen aber eine Vielzahl von Hausaufgaben durch die Hausdruckereien im Vorfeld erledigt werden.

Herr Dozent Ass. Jur. Wolfgang Hein vom Manager Institut München nahm sich diesen Hausaufgaben an und informierte anschaulich die über 60 Teilnehmer nach einer kurzen Begrüßung durch den DOXNET Vorstand Herrn Peter Dehm. Gleich zu Beginn des in vier Teilen gegliederten Vortrages überraschte Herr Wolfgang Hein mit der Aussage, dass gerade in Zeiten wachsender Digitalisierung die Bedeutung von bedruckten Papier wächst. Die Wirtschaft kann durch die Printprodukte in einzigartiger Weise den Verbrauchern ihre neuen Produkte präsentieren und die Bürger können sich aktuell und unabhängig informieren. Entsprechende präsentierte Zahlen bestätigten seine Aussage. Nach dieser Erkenntnis stieg Herr Hein in den ersten Teil seines Vortrages ein, in dem er präsentierte was alles benötigt wird, um erfolgreich im Markt zu sein. Bei Punkten, wie strategische Unternehmensplanung im Dienstleistungsbereich, Markt- und Konkurrenten Analyse stellte er betriebswirtschaftliche Modelle und Analysemethoden vor die helfen, diese Punkte zu meistern. Der ein oder andere Teilnehmer fühlte sich dabei sicherlich in seine Studienzeit zurückversetzt und nahm die Themaauffrischung dankend an. Nach einer kurzen Pause ging es im zweiten Teil der Veranstaltung um weitere Vorrausetzungen die notwendig sind, um in den Drittmarkt einsteigen zu können. Dabei wurden unter anderem Themen wie Ressourcenplanung und –management, Auswahl von Zielmärkten, Vertrags- und Forderungsmanagement sowie notwendiges Kapazitätsmanagement vorgestellt. Auch hier geben betriebswirtschaftliche Methoden die entsprechenden Hilfestellungen, damit diese Aufgaben gelöst werden können. Hier wurde klar, dass vorausschauende Planung ein Schlüssel zum Erfolg und ein „must have“ sind.

Nach der Mittagspause ging es im dritten Teil der Veranstaltung darum, wie sich ein Drittmarkt Dienstleister aufstellen sollte, um das Abenteuer Drittmarkt beginnen zu können. Dabei wurden nicht nur die notwendige Aufbauorganisation und deren Funktionen erläutert, sondern auch rechtliche Themen wie Steuer und Haftungsrisiken anschaulich vorgestellt. Spätestens jetzt wurde allen klar, dass eine solche Mission nicht allein vom internen Druckzentrum geleistet werden kann, sondern das dort von unterschiedlichen Stellen im Unternehmen unterstützt werden muss. Im letzten und wichtigsten Teil des Vortrages ging es um das Thema Changemanagement. Hier wurde von Herrn Hein klar und deutlich kommuniziert, dass es nicht allein reicht, dass das Management entscheidet „Wir machen jetzt Drittmarkt“, sondern das alle Mitarbeiter im Unternehmen auf diese Reise von Anfang an mitgenommen werden müssen. Ohne entsprechendes Verständnis für die notwendigen Veränderungen und neuen Aufgabenstellungen, kann die Reise schon zu Ende sein, bevor sie überhaupt begonnen hat.

In der anschließenden kurzen Frage- und Diskussionsrunde wurde deutlich, dass ein Start auf dem Drittmarkt ohne die Erledigung der Hausaufgaben keinen Sinn macht, aber die Erledigung auch kein Garant für einen erfolgreichen Einstieg in den Drittmarkt ist. Nach einer Aussage von Herrn Hein schaffen nur ca. 20 % der Unternehmen, die diesen Weg beschreiten, einen erfolgreichen Eintritt in den Drittmarkt. Auch das Thema Preispolitik, Preisgestaltung und Deckungsbeitrag wurde nochmals im Plenum diskutiert. Auch hier war man sich einig, dass „billig“ alleine nicht  ausreichend ist, um erfolgreich zu sein. Herr Hein betonte dabei nochmals, dass ohne die Erledigung der Hausaufgaben ein Auftritt auf dem Drittmarkt nicht zum Erfolg führen wird.

Zum Abschluss bedankte sich der DOXNET Moderator, Herr Hans-Peter Niesyt, bei den Anwesenden, dass sie die oft lange Anreise auf sich genommen hatten und er hoffe, das jeder einen Mehrwert und Denkanstöße aus dem Tag mitnehmen konnte. Mit dem Ausblick, dass auch in 2018 dieser DOXNET Tag mit neuen interessanten Themen stattfindet, schloss er dann die Veranstaltung.

Die Bilder beweisen, dass auch das Networking und der rege Erfahrungsaustausch wieder ein wichtiger Punkt waren.

Nachlese DOXNET Tag in München

Der DOXNET Tag 2016 in München fand am 24. November im Novotel an der Münchener Messe statt. Ab 09:00 Uhr war die Veranstaltung geöffnet, ab 10:00 Uhr begann das Programm.

Wir konnten dieses Mal einen Rückblick auf die Themen der letzten Jahre geben. Zusätzlich wurde der Bereich „Datenströme der Zukunft“ dargestellt und ein Fazit gezogen, was die letzten 10 Jahre in unserer Branche angekündigt wurde und was daraus geworden ist.

Teilweise konnten wir dieselben Referenten gewinnen, wie Guido Schmitz von Pentadoc, Magister Walter Trezek, Document Exchange Network sowie Alex Schaurer von der IHK München Süd. Neue Referenten auf dem DOXNET Tag waren Harald Grumser von Compart, Alexander Häussler vom TÜV Süd und Gerhard Schneider von eforma.

Mit der kompetenten Referentenmannschaft boten wir dem interessierten Fachpublikum einen spannenden und fachlichen Vortragsreigen.

Erfolgreicher DOXNET Tag in München

Das Thema „Die Output Fabrik der Zukunft“ fand beeindruckende Resonanz

Punktlandung: Exakt 100 Teilnehmer konnte DOXNET Vorstandsvorsitzender Peter Dehm zum 6. DOXNET Tag am Donnerstag, den 19.11.2015 im Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski in München begrüßen.

Das aktuelle Thema „Die Output-Fabrik der Zukunft /Industrie 4.0“ hatte sehr viele DOXNET Mitglieder und Interessenten bewegt, diesen Tag zu reservieren und nach München zu kommen.

Vorstandsmitglied Robert Herele, wie jedes Jahr der Organisator, hatte zwei ausgewiesene Fachleute aufgeboten: Dipl.-Ing. Tobias Strölin und Dr. Stefan Gerlach, beide aus dem Competence Center Produktionsmanagement am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO. Beide veranschaulichten die Grundlagen und Auswirkungen von Industrie 4.0.

Herr Strölin begann mit einem Grundsatzvortrag über Industrie 4.0. Er beschrieb überzeugend mit vielen nachvollziehbaren Beispielen den Wandel und die Möglichkeiten von Big Data. Sein kurzweiliger und interessanter Vortrag beeindruckte die Zuhörer und erweckte heftiges Nachdenken. Alle Teilnehmer wussten nun mit dem Begriff Industrie 4.0 umzugehen.

Nach der Mittagspause zeigten die DOXNET Mitglieder Uwe Hammann (Leiter Druck- und Versandtechnik, DATEV eG) und Martin Metzger (Print und Output Services, Allianz Deutschland AG) in zwei Kurzvorträgen, dass das Thema nicht nur weit am Horizont steht, sondern schon in den Druckzentren diskutiert oder real umgesetzt wird. Diese Beispiele gaben einigen Zuhörern zu denken und viele hatten bereits Lösungsansätze für Ihre eigene Produktion im Kopf.

Dr. Gerlach rundete das Thema mit einem Beispiel aus der Personalplanung ab und zeigte auf, wie sich die Arbeitswelt in der Zukunft verändern und welche Auswirkungen dies auf die tägliche Arbeit im Druckzentrum haben wird. Eigenverantwortung und Selbstbestimmung der Mitarbeiter wird dort das Thema sein.

In der anschließenden Podiumsdiskussion, die aus den Referenten sowie Christoph Fleischmann (Executive Director Procurement, Océ Printing Systems GmbH) bestand, konnten die Zuhörer die unterschiedlichen Einschätzungen der Referenten mitverfolgen.

Die zahlreichen Fragen und fundierten Antworten aus dem Podium komplettierten den Tag zu einem erfolgreichen Wissens- und Erfahrungsaustausch.

Robert Herele bedankte sich am Schluss bei den Referenten und Zuhörern für den interessanten und kurzweiligen Tag. Alle Teilnehmer konnten sich einen Eindruck vom Thema Industrie 4.0 machen und viele sind mit neuen Gedanken, was sie in der Zukunft umsetzen wollen, nach Hause gefahren.