DOXNET 2018 – Fachkonferenz & Ausstellung – Hochkarätige Keynote-Speaker mit Spürsinn und Weitblick

Baden-Baden, 25.-27. Juni 2018. Die Keynote-Speaker werfen bei der DOXNE Jahreskonferenz in Baden-Baden traditionell einen globalen Blick auf Trends und Zukunftsthemen. So auch in diesem Jahr, als mit Dr. Pero Mićić ein Redner mit dem richtigen Spürsinn für die Zukunft die Bühne betrat. Der Autor, Referent, Managementberater und Vorstand der FutureManagementGroup AG nennt die Menschen ein „Kurzfrist-Tier“, denn: „Wir kommen aus einer Zeit, in der die Zukunft nicht zählte. Daher fällt es uns schwer, für unsere Zukunft zu handeln.“ Der Titel des Vortrags lautete „Was kommt – was bleibt – was geht“.

Mićić gab zu Bedenken, dass wir eine Innovation immer dann gut finden, wenn sie die eigene Idee ist. Den Zuhörern empfahl er, im Unternehmen Visionen zu entwickeln, denn Mitarbeiter ohne Vorlage arbeiten zu lassen sei nicht zielführend: „Das ist wie puzzeln ohne Vorlage“, sagte Mićić.

Am Beispiel von Tesla zeigte er auf, dass trotz der nur 100.000 produzierten Autos das Unternehmen deutlich höher bewertet ist. „Der Wert der Mission und Vision von Tesla ist entscheidend. Die Menschen trauen Tesla die Zukunft zu und sind von dieser Zukunft angetan“, erklärte Mićić und appellierte an die Zuhörer im Auditorium: „Nutzen sie eine motivierende und zukunftsrobuste Vision als mächtigstes Führungswerkzeug.“

Beim Blick nach vorne gab er zu bedenken, dass keiner wissen könne, wie die Zukunft aussieht, aber wir hätten alle Annahmen dafür, die unsere Entscheidungen beeinflussen. Er empfahl, dies mit Zuversicht zu tun, denn rückblickend auf die Geschichte der Menschheit könne man pauschal sagen: „Früher war fast alles schlechter.“

In der künstlichen Intelligenz sieht Mićić nur Positives: „Es ist spannend, was wir für Möglichkeiten bekommen, um unser Leben zu verbessern. Mein Wunsch ist, dass der Mensch diese Möglichkeiten nutzt. Ich hätte aber gerne, dass der Mensch alles kontrolliert.“ Angst, dass künstliche Intelligenz den Menschen ersetzen könnte, hat er nicht: „Wir werden Regie führen, wir werden nicht ersetzt, sondern produktiver, und entscheiden werden wir auch in Zukunft selbst, aber wir werden uns dabei helfen lassen.“

Mićić empfahl, sich Visionen vorzunehmen: „Denn wenn wir nicht an der Zukunft in unserem Kopf arbeiten, dann graut sie sich ein.“ Wer führt, dessen schöne Pflicht sei es, sich ein Zukunftsbild zu machen. In diesem Sinn „machen Sie sich eine glänzende Zukunft“, verabschiedete er sich von den Zuhörern.

Dr. Markus Merk hielt den Keynote am dritten Tag der DOXNET Jahreskonferenz. Der frühere „Weltschiedsrichter des Jahres“ hielt einen lebhaften, launischen und interessanten Vortrag. Merk, der vor zehn Jahren seine Schiedsrichterkarriere beendete, lieferte einen spannenden Rückblick auf seine Laufbahn als Schiedsrichter und Fußball-Fernsehexperte. „Sich(er) entscheiden“ war der Titel seines Keynotes.

„Sicher entscheiden heißt nicht, sich immer richtig entscheiden zu können“, sagte Merk. Es gehe vielmehr darum, sich überhaupt zu entscheiden. Er berichtete vom Kontrast seiner Karriere (Aus dem Wembley-Stadion wieder zurück in die Pfälzer Heimat) und was das für ihn bedeutet: „Basiswerte sind für uns alle wichtig“, spielte Merk auf die Wichtigkeit von Verwurzelung an.

Immer wieder streute er Anekdoten seiner Laufbahn ein und zog daraus Lehren für sein Leben, die er den Zuhörern für ihr berufliches und privates Leben weitergab. Elementar für Merk: „Man muss hinter seinen Entscheidungen und hinter seinem Produkt stehen.“ Schiedsrichter sind diejenigen, die unter dem Brennglas der Öffentlichkeit den Mut haben, Verantwortung zu übernehmen, daraus habe er viel für sein Leben gelernt. „Regeln zu vermitteln ist einfach, denn diese sind bindend“, so Merk. „Die Masse unserer Entscheidungen, die wir zu treffen haben, lassen uns allerdings Spielräume.“

Merk erläuterte, dass der Umgang mit Druck trainierbar sei, und dass so aus Stress und Belastung Motivation werde. „Zuhören ist das Basismittel der Kommunikation“, sagte Merk zum Abschluss seines Vortrags und empfahl: „Suchen sie Menschen, die es schaffen, sie zu schnellen Entscheidungen zu bringen.“ Denn: „Es ist ein Privileg im Leben, entscheiden zu dürfen.“

Die beiden Keynote-Speaker haben erneut den Blick über den Tellerrand hinaus geweitet und spannende Anregungen  für Beruf und Alltag geliefert.