DOXNET 2018 – Fachkonferenz & Ausstellung DOXNET Jubiläumskonferenz unterstreicht die 
Spitzenposition des Verbands

Baden-Baden, 25.-27. Juni 2018. Zum 20. Mal ging die DOXNET Jahreskonferenz in Baden-Baden über die Bühne. DOXNET Vorstandschef Peter Dehm begrüßte die Teilnehmer der Jubiläums-Konferenz im Kongresszentrum und dankte den Sponsoren für ihre Unterstützung des erneut sehr gut besuchten Branchentreffens. Das Programm war wieder prall gefüllt mit interessanten Vorträgen und erstklassigen Referenten, die spannende Einblicke in die Welt des Dokumentenmanagements gewährten. Die zwei hochkarätigen Keynote-Speaker erweiterten das Themenspektrum um aufschlussreiche Erkenntnisse und wertvolle Ratschläge.

Eine traurige Nachricht musste Peter Dehm überbringen: Ehrenmitglied Reinhard Müller ist im Mai dieses Jahres verstorben. Müller ist 2001 in den DOXNET Vorstand gewählt worden. „Er hat sehr viel für unseren Verband getan und wir sind sehr traurig, dass er schon von uns gegangen ist“, sagte Dehm.

50 Aussteller, so viele wie noch nie, sorgten in den beiden Stockwerken des Kongresszentrums für eine Fülle an Informationen und stellten ihr Portfolio vor. Mit über 600 Teilnehmern war die Jahreskonferenz wieder ausgezeichnet besucht. 683 Mitglieder aus 193 Firmen machen DOXNET zu einem exzellent vernetzenden Verband. „Bei den Mitgliederzahlen sind wir am Zenit angekommen. Wir haben die Menschen erreicht, die wir erreichen können, und damit sind wir sehr zufrieden“, sagte Dehm.

Fünf neue KollegInnen sind seit vergangenem Jahr im Vorstand aktiv, alle Vorstandsmitglieder waren in Baden-Baden präsent und stellten sich den Teilnehmern als Ansprechpartner zur Verfügung. Bevor Keynote-Speaker Dr. Pero Mićić die Bühne betrat, überreichte DOXNET Vorstandsmitglied Udo Schäfer im Namen des Verbands den Teilnehmern der Jahreskonferenz ein Präsent, die seit über 20 Jahren in Baden-Baden dabei sind.

Mit fast 30 Grundsatz- und Anwendervorträgen und zwei Keynotes war das Themenspektrum wieder weit gefasst. Peter Dehm wünschte allen Teilnehmern eine erfolgreiche Tagung. Der DOXNET Vorstand hatte das Feld für eine hochkarätige Konferenz wieder bestens bereitet: Zwischen den Vorträgen gab es genügend Zeit zum Networken und Kontakte knüpfen an den Messeständen.

Beim Abendprogramm setzte DOXNET in diesem Jahr wieder ein besonderes Ausrufezeichen: Während am ersten Abend traditionell das Kulturhaus LA8 der „Place to be“ war, bildete die „Trinkhalle“ Baden-Baden ein herausragendes Ambiente für den zweiten Abend. In dem historischen Gebäude (1839 – 1842 erbaut) in unmittelbarer Nähe des Kurhaues konnten die Gespräche des Tages noch weiter vertieft werden.

Mit dem Keynote-Vortrag von Dr. Markus Merk und der Mitgliederversammlung endete das Treffen in Baden-Baden. Die 20. DOXNET Jahreskonferenz setzte erneut Maßstäbe und bestätigte ihren Ruf als Branchentreffen Nummer 1.

DOXNET 2018 – Fachkonferenz & Ausstellung – Über 25 Vorträge bei der DOXNET Jahreskonferenz

Baden-Baden, 25.-27. Juni 2018. Die Vorträge und Anwenderberichte bilden traditionell das Herzstück der DOXNET Jahreskonferenz in Baden-Baden. In diesem Jahr sprachen über 25 Referenten zu verschiedenen Themen und gaben Einblicke in relevante Abläufe rund um das Dokumentenmanagement.

Simon Egerland von der Alten Leipziger Lebensversicherung a.G. sprach über „Prozessoptimierung durch software-gestützte Test- und Abnahmeverfahren im Produktionsdruck“ und stellte den Maschinenpark sowie die Prozessabläufe vor. Egerland berichtete, dass früher ohne Softwareunterstützung ein Vergleich „Alt gegen Neu“ durchgeführt, die Daten in Excel überführt und ausgewertet wurden. „Diese Form des Testens war sehr fehlerbehaftet“, sagte Egerland. Dann wurde der Markt nach einer Software sondiert und mit DocBridge Delta eine Prüfsoftware eingesetzt, die elektronische Dokumente miteinander vergleicht. Erstellt wurde ein Kriterienkatalog für Versand-, Funktions- und Layouttests. Mithilfe einer Testmatrix wurden die genauen Anforderungen definiert. Mit Beispielen aus der Praxis belegte er den Benefit des software-gestützten Test- und Abnahmeverfahrens. Dank des automatisierten Abgleichs können Fehler jetzt schnell erkannt und somit rechtzeitig verhindert werden, dass fehlerhafte Dokumente zum Kunden gelangen.

Über „E-Mail als sichere Variante in ihrer Digitalisierungs-strategie“ referierte Pascal Leutenegger von der Swiss Post Solutions AG. Wichtig für ihn ist, dass der Kunde entscheidet, über welchen Kanal Kommunikation laufen soll. „Es geht darum, die bestehenden Kommunikationsmittel zusammenzubringen und zu nutzen“, sagte Leutenegger, der Verschlüsselungstechniken und Sicherheitslevel vorstellte. „Es benötigt nicht immer die größtmögliche Sicherheit, sondern den besten Kompromiss, um die Mehrheit der Leute ansprechen zu können“, so Leutenegger.

Er beleuchtete rechtliche Grundlagen des Datenschutzes („So viele Veränderungen hat die EU-DSGVO gar nicht gebracht“) und betonte in diesem Zusammenhang, dass die elektronische Übermittlung von vertraulichen Daten stets unter Beachtung der gesetzlichen Rahmenbedingungen erfolgen muss. „Man muss technische und organisatorische Maßnahmen ergreifen, um sensible Daten zu schützen“, sagte er und plädierte für eine Übermittlung via sicherer E-Mail-Lösungen. Denn Fakt ist, dass ein E-Mail-Account sehr schnell gehackt werden kann.

Er betonte, das Vertraulichkeit genauso gewährleistet sein muss wie Nachweisbarkeit (Wir müssen wissen, dass die E-Mail angekommen ist), Authentifikation und Echtheit (Man muss sicher sein, dass die Dokumente auf dem Weg nicht verändert wurden). Die Vorteile einer sicheren E-Mail-Lösung brachte er abschließend auf den Punkt und erwähnte in diesem Zusammenhang zum Beispiel: sichere Übermittlung, Einhaltung von Gesetzen, Richtlinien, Verordnungen und Vorgaben, Integration in den bestehenden Businessprozess sowie Beitrag zur Nachhaltigkeit und Kundenzufriedenheit dank schneller Prozesse.

„Generationswechsel“ lautete der Vortrag von Edwin Klemm, Leiter des Produktionszentrums der Fiducia & GAD IT AG in Karlsruhe. „Der Drucker hat das schönste Leben. Die Maschine druckt, er steht daneben“, formulierte er scherzhaft seine Motivation, in die Branche zu gehen. „Sehr oft hat mich dann aber doch die Realität eingeholt“, bemerkte Klemm.

Anhand einer Schneidelinie aus dem Hause Hunkeler verdeutlichte er die Neuausrichtung der Produktionsanlagen am Standort Karlsruhe und zeigte den Prozess des Product Livecycle von der Marktanalyse über Fertigung und Montage bis hin zur Inbetriebnahme und Produktionsaufnahme auf.

In der Planung müssen Anforderungen definiert, für die Fertigung erste Zeichnungen und Produktionsanalysen erstellt werden, es folgen Feldtests, Informationsaustausch, Erfahrungsberichte und Verbesserungen. Weiter geht es mit Produktoptimierungen, Softwareupdates, Anpassungen und Leistungsoptimierungen. Anschaulich verdeutlichte Klemm Zusammenhänge, Abläufe und Prozesse, wenn neue Maschinen oder Systeme installiert und zum Laufen gebracht werden sollen und erwähnte dabei auch die eine oder andere Kinderkrankheit, denn während seines unterhaltsamen und interessanten Vortrags zeigte er verblüffende Parallelen mit dem menschlichen Lebenszyklus auf.

Einen spannenden Ausblick auf eine Zukunftsstrategie, die Realität werden soll, gab Beda Viviani von Cargo Sous Terrain/Schweiz. Der Projektleiter stellte eine „Smarte City- und Intercity-Logistik der Zukunft“ vor und lieferte einen interessanten Ansatz, wie man in der Schweiz auf eine überlastete Straßeninfrastruktur reagieren will. Anhand der Geschichte der Schweizer Infrastruktur zeigte er die Entwicklung von Verkehrswegen auf. Heute sind rund um die Metropolen erhebliche Verkehrsbelastungen zu verzeichnen. Hier setzt Cargo Sous Terrain an. Ziel ist es, den Gütertransport in ein unterirdisches System zu verlegen. Im Tunnel soll die Ware über unbemannte Fahrzeuge zum Ziel gelangen. Die Umwelt soll von dieser Methode ebenfalls profitieren: Weniger Lärm und weniger CO2-Belastung wären die Folge. Entscheidend für den Referenten ist es, dass das Verkehrssystem kompatibel mit bereits bestehenden Systemen ist. „Das zeigt den integrativen Charakter des Ansatzes“, sagte Viviani, der betonte, aus der Sicht des Empfängers denken zu müssen und nicht umgekehrt.

Das Gesamtlogistiksystem umfasst drei Komponenten: ein Tunnelsystem zwischen städtischen Ballungsgebieten und Logistikzentren, eine effiziente städtische Feinverteilung und eine nahtlos integrierte IT-Lösung für einen vollautomatisierten Betrieb. „Die Zeit ist reif für eine solche Lösung“, sagte Viviani.

Um „Sicheren Dokumentenoutput von hochsensiblen Patientendaten“ ging es im Vortrag von Helmut Glas (Ärztliche Verrechnungsstelle Büdingen GmbH) und Udo Schoetz (DATEV eG). Die Herausforderungen bei einer Auslagerung von Daten sind hoch, erst nach zwei Gutachten gab es grünes Licht, den Weg unter Berücksichtigung hoher datenschutzrechtlicher Anforderungen gehen zu können.

Bei DATEV werden diese hohen Maßstäbe in allen Bereichen erfüllt. Die (verschlüsselten) Daten können nur von autorisierten Mitarbeitern abgerufen werden, jede Weitergabe wird seitens Datev durch umfassende Maßnahmen bei der Absicherung des elektronischen Datenaustauschs verhindert, die Drucksteuerungssoftware wird im Leitstand ständig überwacht und auch das Löschen der Daten erfolgt nach klaren Vorgaben. All diese Schritte werden nachweisbar protokolliert, was ein Protokollsystem sicherstellt. Durch das „Closed-Loop-Verfahren“ wird im Versandprozess durch einen Soll-Ist-Vergleich überprüft, ob alle Dokumente vollständig an jeden gewünschten Adressaten gehen. „Wir haben mit Datev einen sehr guten Partner gefunden, der die hohen Anforderungen erfüllt“, zieht Helmut Glas ein positives Fazit.

Die 20. DOXNET Fachkonferenz & Ausstellung in Baden-Baden bot wieder Expertenwissen aus erster Hand und spannende Einblicke in Unternehmen und deren Abläufe.

20. DOXNET Fachkonferenz & Ausstellung: Die Mischung macht´s

Branchen-Highlight des Jahres für die Dokumentenprofis

DOXNET – The Document X-perts Network e.V. bietet in diesem Jahr wieder zahlreiche Expertenvorträge, die von Workshops flankiert werden. Auch die Zahl der Aussteller kann sich
sehen lassen: Über 40 Unternehmen präsentieren den Besuchern ihr Angebot.

Drei Tage lang haben die Teilnehmer Gelegenheit, den unterschiedlichsten Themen auf den Grund zu gehen und spannende Einblicke in Dokumenten- und Printcenter verschiedener
Unternehmen zu erhalten. Die Veranstaltung im Kongresshaus Baden-Baden ist damit weiterhin ein „Must-Termin“ für alle, die im Bereich des Dokumentenmanagements und Digitaldrucks Verantwortung tragen.

Nach der Begrüßung durch Vorstandsvorsitzenden Peter Dehm spricht Keynote Speaker Dr. Pero Micic – Zukunftsmanager „Was kommt – was bleibt – was geht?“, gefolgt von Harald Eichhorn, Heiko Luft und Robert Duisberg (HUK-COBURG, EnBW AG und INSENTIS GmbH) zum Thema „Backup-Partnerschaft HUK-COBURG und EnBW“. Anschließend folgen Klaus Ehrnsperger, (Deutsche Post AG) mit „Briefkommunikation der Zukunft“ und Simon Egerland (ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G.) zum Thema „Prozessoptimierung durch softwaregestützte Test- und Abnahmeverfahren im Produktionsdruck“.

Der Dienstag startet um 09:00 Uhr mit folgenden Vorträgen: „Digitalisierung unterstützt den Qualitätssicherungsprozess“ von Hardy Klödy (Fiducia & GAD IT AG), „Digitale Automatisierung und Shared Self Services im HR Bereich“ von Oliver Hebold (Deutsche Bahn AG), gefolgt von Dietrich von Seggern (callas software GmbH) mit dem Vortrag „Was ist neu in PDF 2.0? Potentiale und Risiken für das Output Management“.

Nach der Mittagspause hält Edwin Klemm (Fiducia & GAD IT AG) den Vortrag „Generationswechsel“. Danach stellt Roland Bigler (Codx) eine „Smarte City- und Intercity-Logistik der Zukunft“ vor. „Der Aufstieg der Customer Experience“ lautet die Aussage von Mina Smolej (Quadient Germany GmbH). Im Anschluss folgen die Vorträge von Holger Schröder (profiforms GmbH), „Brauchen wir noch AFP?“ und von Kai Brückel (Fa. Brückel) zum Thema: „Keine Angst vor Qualität – Sichere Inkjet-Produktion in Fallbeispielen aus der Praxis“.

Am Mittwoch beginnt Wolfgang Kropiunik (Mondi) den Vortragsreigen mit seinen Ausführungen über „HSI Drucktest auf der Papiermaschine – Geht das überhaupt?“. Im Anschluss beleuchtet
ein externer Referent von (Postcon) das Thema „EU-Datenschutz-Grundverordnung – Aktuelle Neuerungen und Informationspflicht für Unternehmen“. Der letzte Vortrag beschäftigt sich mit dem Thema „Sicherer Dokumentenoutput von hochsensiblen Patientendaten am Beispiel der Ärztlichen Verrechnungsstelle Büdingen“ von Helmut Glas und Udo Schoetz (Ärztliche Verrechnungsstelle Büdingen GmbH & Datev eG).

In den „Hörsälen“ wird es an allen drei Tagen interessante Herstellervorträge geben.

Neben den Fachvorträgen steht natürlich wieder das „Networken“ im Vordergrund, denn die Tagung bietet die Gelegenheit, direkten Kontakt zu führenden Herstellern der Hard- und Softwarebranche zu knüpfen. Auch der DOXNET-Vorstand wird mit einem eigenen Messestand vertreten sein und Mitgliedern, Interessenten, Referenten und Ausstellern als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Im vergangenen Jahr nahmen über 600 Experten an der Veranstaltung teil.

Pressesprecher Rainer Rindfleisch: „Das Herz der Konferenz sind die Grundsatz- und Expertenvorträge. Neben dem Blick auf die Gegenwart und in die Zukunft geben die 30 Vorträge erneut
interessante Einblicke in aktuelle Trends des Dokumentenmanagements und in Projekte von Unternehmen“