DOXNET Jahreskonferenz Baden-Baden: Bewährtes Format – neues Datum

Wetzlar, 16.03.2021. Die Entwicklungen rund um das SARS-CoV-2 Virus sind in hohem Maße dynamisch und sowohl in ihrer zeitlichen Dauer als auch in den weiteren Auswirkungen so gut wie nicht einschätzbar.

Um die Gesundheit aller Mitglieder, Partner und Gäste bestmöglich zu schützen, hat der DOXNET Vorstand beschlossen, die Jahreshauptveranstaltung in Baden-Baden von Juni auf September zu verschieben. Der neue Termin hierfür ist auf den 06.09. bis 08.09.2021 gesetzt.

Präsentiert werden den Besuchern wieder interessante und professionelle Vorträge aus dem Anwender- und Herstellerbereich sowie hochkarätige Keynote-Speaker. Informative Referate und praxisnahe Berichte, ein aufeinander abgestimmter inhaltlicher Mix und Networking – das ist die Zielsetzung der Jahreskonferenz.

Entscheider treffen auf Multiplikatoren und Anwender auf Hersteller: Experten aus den verschiedensten Geschäftsfeldern kommen in Baden-Baden zusammen. Das Spektrum reicht von der Banken- und Finanzbranche über Beratungsunternehmen, Handel bis hin zu Soft- und Hardware-Herstellern, auch die grafische Industrie ist zunehmend vertreten.

Die Veranstaltungen 2021 im Überblick

18.05.2021 – DOXNET Webinar „aus der Praxis“ – NEU –

Andere Zeiten, andere Formate. Der DOXNET Vorstand hat ebenfalls beschlossen den Mitgliedern eine Reihe mit kurzen und unterschiedlichen Inhalten anzubieten. Der Pilot wird am 18.05.2021 starten und sich rund um das Thema „Briefpost der Zukunft“ drehen. Neben einem Praxisvortrag bietet das Format wesentlich den Raum für einen Austausch zu den Gedanken und Visionen der Teilnehmer und schafft Raum für Inspirationen.

21.10.2021 – DOXNET Tag in München

Zielgruppe des DOXNET Tags sind alle Anwender, die im Transaktionsdruck wissen wollen, was die nahe Zukunft an Nachverarbeitungssystemen bringen wird, bzw., die sich inspirieren lassen wollen, wie über sinnvolle Ergänzungen zu ihrem Tagesgeschäft die Wertschöpfungskette erweitert werden kann.

Mitgliederversammlung: Weichenstellungen für die Zukunft

Mitgliederversammlung: Weichenstellungen für die Zukunft

Wetzlar, 22. Oktober 2020. Die erste digitale Mitgliederversammlung von DOXNET hat der Vorstand mit Bravour gemeistert: Aus der Geschäftsstelle in Wetzlar wurden die einzelnen Tagesordnungspunkte per Videokonferenz abgearbeitet. Die Mitglieder konnten mittels eines Online-Votings bei den Abstimmungen ihre Stimmen abgeben.

„Mein erstes Jahr als Vorstandschef hatte ich mir etwas anders vorgestellt“, sagte Udo Schäfer zu Beginn der Versammlung angesichts des Umstands, dass die Sitzung nicht wie üblich im Rahmen der (ausgefallenen) Jahreskonferenz in Baden-Baden abgehalten werden konnte. „Wir haben lange mit der Absage unseres Kongresses gewartet und sind so ohne Stornierungskosten aus der Nummer gekommen“, erläuterte Schäfer, warum man nicht von Verbandsseite die Tagung gecancelt, sondern auf die Entscheidung der Behörden gewartet hat.

Schäfer betonte, dass auch der Vorstand erstmal lernen musste, mit der neuen Situation umzugehen. Angesichts der Tatsache, dass sich der Verband in erster Linie die Vernetzung seiner Mitglieder auf die Fahnen geschrieben hat, haben die seit Monaten geltenden Einschränkungen erhebliche Auswirkungen auf die Arbeit des Vorstands. „Wir haben die Zeit aber genutzt und uns sehr viele Gedanken über unsere inhaltliche Ausrichtung gemacht“, sagte Schäfer.

Die Voraussetzungen sind weiter hervorragend: Nach der aktuellen Statistik hat der Verband 720 Mitglieder gelistet. Kassenwart Hans-Peter Niesyt konnte vermelden, dass der DOXNET finanziell sicher aufgestellt ist. Er veranschaulichte, dass der mit Abstand größte Anteil der Ausgaben direkt in die Veranstaltungen für die Mitglieder investiert wird, allerdings stammen auch die größten Einnahmeposten aus den Veranstaltungen. Die Corona-Pandemie habe daher die Ausarbeitung eines Nachtragshaushalts notwendig gemacht. „Derzeit ist alles im Plan“, sagte der Finanzchef.

Die Kassenprüfer Hardy Klödy und Stephan Schumann bescheinigten ihm eine einwandfreie Führung der Kasse. Die Entlastung des Kassenwarts und des gesamten Vorstands erfolgte einstimmig, bei Enthaltung der Vorstandsmitglieder. Das neue Team der Kassenprüfer bilden Stephan Schumann und Robert Duisberg.

Anschließend warf Udo Schäfer einen Blick zurück und in die Zukunft: Die Geschäftsstelle ist für DOXNET ein echter Glücksfall: Mit dieser zentralen Anlaufstelle spart der Verband extra Raummieten. „Wir haben ein Zuhause gefunden“, brachte es der DOXNET Chef auf den Punkt. Alle Verwaltungsarbeiten laufen von hier aus und die Bearbeitung von Mitgliederanfragen kann wesentlich schneller erfolgen. Schäfer betonte, dass die Mitglieder die Räumlichkeiten jederzeit gerne besuchen können.

Mit Blick auf die kommenden Aktivitäten stellte Udo Schäfer das neue Jahresmotto vor: Herausforderungen annehmen — Zukunft aktiv gestalten. „Wie bekommen wir das Schiff DOXNET auf einen neuen Kurs?“, war die entscheidende Frage, der sich der Vorstand in den vergangenen Monaten gestellt hat. Die Aufteilung der Vorstandsarbeit in kleine Teams habe sich bewährt, bilanzierte Schäfer und erläuterte einen Aktionsplan, der Punkt für Punkt abgearbeitet werden soll. „Unser Ziel ist es, dass die Mitglieder von DOXNET einen echten Mehrwert haben. Wir wollen unser Profil schärfen, neue Schwerpunkte bilden und unsere inhaltliche Arbeit intensivieren“, so der DOXNET Chef. Schäfer wies nochmals darauf hin, dass die Arbeit im Vorstand ehrenamtlich neben den hauptberuflichen Aufgaben erfüllt werden muss. Zum Schluss ging er auf das Jahrbuch 2020 ein: Der Vorstand hat entschieden, Ende des Jahres wieder ein Jahrbuch herauszugeben. „Sponsoren erhalten 50 Prozent Nachlass für Anzeigen“, warb Schäfer um Unterstützung.

Für 2021 hat sich der Verband viel vorgenommen, immer in der Hoffnung, dass die Angebote wieder in gewohnter Form stattfinden können. Der reibungslose Ablauf der digitalen Mitgliederversammlung hat aber gezeigt, dass DOXNET auch diese Herausforderungen erfolgreich meistern kann.

DOXNET-Tag: Von Wetzlar in die ganze Welt

DOXNET-Tag: Von Wetzlar in die ganze Welt

Wetzlar, 22. Oktober 2020. Die Atmosphäre hatte was von einer Fernseh-Live-Sendung: Der DOXNET-Tag präsentierte sich in diesem besonderen Herbst 2020 als professionelle Live-Schalte in die ganze Welt. Dazu wurde die DOXNET Zentrale in Wetzlar zusätzlich verkabelt, mit Kameras ausgestattet und eine professionelle Übertragungstechnik aufgebaut, damit die Mitglieder digital an der Veranstaltung teilnehmen konnten.

Die Spannung war zum Greifen nah, als Vorstandsmitglied Uwe Hammann von Wetzlar aus die digitalen Besucher des DOXNET Tags begrüßte. So viel vorweg: Der Start verlief genauso komplikationsfrei wie die gesamte Veranstaltung und die anschließende Mitgliederversammlung. „Natürlich hätten wir alle Teilnehmer viel lieber persönlich begrüßt, aber die Umstände lassen das derzeit leider nicht zu und wir freuen uns, auf diesem Weg mit euch in Kontakt zu treten“, sagte Hammann.

Keynote-Speakerin Prof. Dr. Elisabeth Heinemann lieferte in ihrem Vortrag interessante Einblicke in die Welt der Digitalisierung. Die Expertin referierte anschaulich darüber, wie man auch „Digital-Nicht-Souveräne“ mit ins Boot holen kann. Zu Beginn gratulierte sie den Teilnehmern der Online-Veranstaltung, denn es sei immer noch nicht Standard, digital souverän zu sein. „Sie gehören zur digitalen Elite“, sagte Heinemann mit Blick auf die immer noch 20 Prozent „digital abseits Stehenden“.

In einem kurzen historischen Abriss blickte sie auf die Entwicklung von den 1980er Jahren („Der Walkman war das tragbare Spotify und die Telefone kamen mit Kabel und Wählscheibe daher“) hin zum Jahr 2007, als das erste iPhone auf den Markt kam („Das hat unsere Welt total verändert“) und auf 2020 („Das Jahr des Home-Office“), als Programme wie Zoom nicht nur in aller Munde waren, sondern auf jedes Smartphone und jeden PC geladen wurden.

Die täglichen Internetnutzer in Deutschland quantifiziert sie auf 51 Millionen Menschen. Im Ranking der Integration von Digitaltechnik belegt Deutschland im europäischen Vergleich Rang 18 von 28. „Da ist noch viel Luft nach oben“, kommentierte sie diese Zahl.

Letztlich habe Corona vielen gezeigt, was möglich ist, wenn man muss. Jetzt gehe es darum, zukunftsfähige Konzepte zu entwicklen, wenn man kann. „Es muss Überzeugungsarbeit in alle Richtungen geleistet werden“, so die Expertin, die die Digitalisierung als einen Hürdenlauf bezeichnete. „Es lohnt sich aber, diese Challenge anzugehen“, sagte Heinemann, die mehrere Aspekte vorstellte, die den Erfolg oder eben das Scheitern von digitalen Projekten beeinflussen. Man müsse immer vom Kunden her denken und die „Digital Customer Touchpoints“ im Blick haben, also Zugänge schaffen, an denen die Kunden digital abgeholt werden können. Aspekte wie Datenschutz, die Bedeutung abteilungsübergreifender Digitalisierungsvorhaben, die Klärung von Zuständigkeiten und Kompetenzen sowie die Bereitschaft zu einer Veränderungskultur spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Stellen sie sich immer die Frage: Muss jemand seine Komfortzone verlassen? Gibt es Ängste, sich zu blamieren oder die Kontrolle zu verlieren? Herrscht die Angst vor, dass der Arbeitsplatz wegrationalisiert werden könnte? Heinemann hielt fest: „Digitalisierung ist vor allem eine Frage der Haltung. Will ich sie oder will ich sie nicht?“

Um die Zweifler mitzunehmen, spielen Respekt und Wertschätzung eine wichtige Rolle. „Vermeiden sie digitales Buzzword-Bingo, sprechen sie immer die Sprache derjenigen, die sie mit ins Boot holen wollen und schaffen sie Transparenz, denn Digitalisierung ist nur dann erfolgreich, wenn sie mit einem Kulturwandel einhergeht.“

Prof. Heinemann brachte die Dinge auf den Punkt, weitete den Blick, ordnete ein und beantwortete in der anschließenden Diskussionsrunde auch kritische Fragen wie Gefahren von „zu viel Digitalisierung“ für die Psyche (Home-Office vs. sozialer Kit). In der Digitalisierung selbst sieht Heinemann aber keine generelle Gefahr: Im Gegenteil, für die Expertin ist sie ein Intelligenzverstärker, „weil wir als reflektierte Nutzer des Digitalen frei entscheiden, ob wir es nutzen oder nicht: Die Routine bekommen wir abgenommen, die Kreativleistung bleibt genauso bei uns wie die Entscheidungsfindung“, sagte Deutschlands Digitalexpertin zum Abschluss.

Die Netzwerk-Profis von DOXNET haben eindrucksvoll unter Beweis gestellt, auch im technischen Sinne ihr Handwerk perfekt zu beherrschen. So fiel die Resonanz der Teilnehmer sehr positiv aus: „Vielen Dank an den Vorstand, es war prima gemacht“, lauteten die Meinungen im eigens eingerichteten Chat.

DOXNET Baden-Baden Konferenz fällt aus

DOXNET Baden-Baden Konferenz fällt aus

 

Wetzlar, 23.03.2020: In einer Telefonkonferenz des DOXNET Vorstandes wurde einstimmig beschlossen, die 22. DOXNET Fachkonferenz & Ausstellung, vom 11.-13.05.2020 in Baden-Baden, abzusagen.

 

Grund hierfür ist die „Verordnung der Landesregierung von Baden-Württemberg über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2 (Corona-Verordnung – CoronaVO) vom 16.03.2020. Unter Paragraph 3 „Verbot von Versammlungen und sonstigen Veranstaltungen“ ist festgelegt, dass diese ab 100 Teilnehmenden untersagt sind.

 

DOXNET Vorsitzender Udo Schäfer: „Das Verbot trifft uns hart, ist aber richtig und wichtig. Wir haben uns innerhalb des Vorstandes verständigt, die Jahreskonferenz ausfallen zu lassen und nicht zu verschieben. Der nächste Termin ist daher der 21.-23.06.2021. Selbstverständlich erstatten wir allen angemeldeten Mitgliedern, Sponsoren und Ausstellern deren Anzahlungen.“

 

Verband steht weiterhin auf gesunden Füßen

Trotz der Absage verschiedener Veranstaltungen in diesem Jahr ist der Verband finanziell gesichert. Udo Schäfer ergänzt: „Die derzeitigen Entwicklungen durch die Corona-Krise sind sehr dynamisch und ändern sich laufend. Der Verband befindet sich trotz aller geänderten Rahmenbedingungen in guter Verfassung und verfügt über ein monetäres Polster, um die nächsten Monate die Arbeit eingeschränkt, aber zukunftssicher fortzusetzen.“

Doxnet beruft Marketingspezialisten in den Vorstand

Doxnet beruft Marketingspezialisten in den Vorstand

 

Axel Both und René Schumann kommen aus der Praxis

 

Salem, 13.01.20. Nach der letzten Vorstandswahl besetzen seit kurzem Axel Both, Geschäftsführer der Daten-Partner Direktmarketing und Informations-Technologie GmbH aus Erkrath, und René Schumann, Business Development Manager für Commercial Printing bei Canon EMEA, vakante Positionen im Vorstand des Doxnet e.V. Sie folgen dem 2018 verstorbenen Peter Dehm und dem nicht mehr zur Wahl angetretenen Ralf Wittmann.


Axel Both ist ausgewiesener Experte für Dokumentenmanagement und Direktmarketing. Neben der Marketing-Expertise verfügt René Schumann als Diplom-Ingenieur (FH) und Preisträger der Dr.-Ing. E.H. Hubert H.A. Sternberg Stiftung/Deutscher Drucker auch über fundiertes Wissen zu Medientechnik im Digitaldruck und zu Workflow-Lösungen. Dem ehrenamtlichen Doxnet-Vorstand in seiner neuen Konstellation gehören Gaby Grosse, Daniela Kirsch, Uwe Hamann, Stefan Hunkeler, Christian Kempf, Hans-Peter Niesyt, Rainer Rindfleisch, Udo Schäfer, Stefan Wagner, René Schumann und Axel Both an.

 

Das Doxnet-Jahrbuch erscheint am 24. Januar. Die Jahreskonferenz findet vom 11. bis 13. Mai in Baden-Baden statt. 

 

Doxnet ist ein internationaler Fach- und Interessenverband für Anwender und Hersteller im Bereich des hochvolumigen Digitaldrucks und Dokumentenmanagements. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, den Informationsaustausch und das Netzwerken der Mitglieder zu fördern. Neben Tagungen und Fachvorträgen gehören die Jahreskonferenz und Ausstellung in Baden-Baden zu den viel beachteten Branchenereignissen. 

Neuer DOXNET Medienpartner

Verband baut seine Zusammenarbeit mit Fachmagazinen für den grafischen Bereich aus

DOXNET erweitert seine Zusammenarbeit mit einem neuen Fachmagazin für den grafischen Bereich.

Die Grafische Palette ist ein anerkanntes Fachmagazin mit der höchsten verbreiteten Auflage innerhalb der Druck- und Medienindustrie. Hauptzielgruppe stellen alle Betriebe der grafischen Industrie dar. Die Zeitschrift wird vom Deutschen Drucker Verlag – eine Unit der Ebner Media Group – publiziert.

Die redaktionellen Themenschwerpunkte der Grafischen Palette bilden der Digitaldruck und der Bogenoffsetdruck sowie alle vor- und nachgelagerten Produktionsbereiche. Gegliedert ist das vier Mal pro Jahr erscheinende Magazin in einen einheitlichen Gesamtteil sowie sechs Regionalausgaben.

DOXNET Vorstandsmitglied und Pressesprecher Rainer Rindfleisch freut sich: „Mit der Grafischen Palette als neuem Medienpartner stärken wir unsere Kompetenz bei Anwendern und Entscheidern aus der grafischen Industrie und bei Digitaldruckereien. Unser Ziel ist es, durch Fachbeiträge die Leser bei Entscheidungsprozessen zu unterstützen und das Thema Dokumentenmanagement zu positionieren.“

 

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Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten

 


Über DOXNET:

DOXNET – The Document X-perts Network e.V. ist ein branchenübergreifender Fachverband, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, in Deutschland, Österreich und der Schweiz den Einsatz von Dokumenten-Management-Technologien im Hochvolumenbereich zu fördern. DOXNET spricht Entscheider/Planer aus der ersten und zweiten Managementebene von Druckdienstleistern, Rechenzentren, Versicherungen, Banken, Digitaldruckereien und grafischen Betrieben sowie lT-Manager, Marketing- und Organisationsleiter an. Für diesen Personenkreis bietet man Programme und Tagungen zum effektiven Einsatz elektronischer Dokumententechnologien an.

Der Verband betreut rund 700 Einzelmitglieder aus ca. 200 Firmen und Organisationen und wird durch einen elfköpfigen Vorstand aus Anwendern sowie Hard- und Softwareanbietern vertreten.


Über Grafische Palette:

Die Grafische Palette ist ein vollstufiges Fachmagazin mit der höchsten verbreiteten Auflage von über 12.000 Exemplaren innerhalb der Druck- und Medienindustrie. Hauptzielgrupppe stellen alle Betriebe der grafischen Industrie dar. Redaktionelle Themenschwerpunkte sind der Digitaldruck und der Offsetdruck sowie alle vor- und nachgelagerten Produktionsbereiche. Aus der Praxis für die Praxis berichtend erscheint die Grafische Palette viermal jährlich. Das Magazin ist gegliedert in einen einheitlichen Gesamtteil und sechs Regionalausgaben.

Das bietet die Grafische Palette:

  • Höchste Marktdurchdringung
  • Zielgruppen, die wirklich passen
  • Starke Technologieausrichtung
  • Sehr hohe Akzeptanz und Glaubwürdigkeit

DOXNET – The Document X-perts Network e.V.

Rainer Rindfleisch

Vorstand/Sekretär

c/o Kern GmbH

Elbingerstr. 12

64625 Bensheim

Tel:  +49 6251 58245 

presse@doxnet.de

www.doxnet.de

DOXNET 2019 – Fachkonferenz & Ausstellung – Guter Mix: Fachvorträge und Education-Session bei der DOXNET Jahreskonferenz

Baden-Baden, 24.-26. Juni 2019. Gewohnt informativ waren die Vorträge bei der DOXNET Jahreskonferenz in Baden-Baden. Die Referenten gewährten einen Blick hinter die Kulissen ihrer Unternehmen und ordneten Trends der Branche ein. Über 30 Themen standen im Blickpunkt, das Metathema „Digitalisierung“ spielte dabei mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt eine Rolle. Erweitert wurde der programmatische Teil des Kongresses durch die sehr gut besuchte Education-Session.

Den Auftakt bildete Marco Dönni von der Deutschen Rentenversicherung NOW IT GmbH. „Kleine Ursache – große Wirkung“ lautete der Titel, anschaulich und gewohnt unterhaltsam verdeutlichte er, wie wichtig eine „Katastrophenvorsorge“ in einem Druckzentrum ist. „Wir sahen uns für alle Eventualitäten gut aufgestellt, um Notfälle oder ähnliches aufzufangen, wenn der ‚Katastrophenfall‘ eintritt“, sagte Dönni. Die Normalproduktion war abgesichert, denn alle Systeme sind redundant aufgelegt, zwei Stromeinspeisungen angelegt und Diesel vorrätig. Dann ist 2018 aber doch der Katastrophenfall eingetreten, als nach einem Wassereinritt im Rechenzentrum „nichts mehr ging“, wie Dönni es formulierte. Ein Großteil der Druckdaten wurde an einen Backup-Partner übertragen. Mit einer Behelfsarbeitsstätte konnte zumindest ein kleiner Output aufrecht erhalten werden. Nach fünf Tagen wurde dann eine Notstrommöglichkeit gefunden, mit der der Betrieb wieder in Gang gesetzt werden konnte.

Lob ernteten die Verantwortlichen vor allem für ihre Kommunikation: Alle Kunden wurden in einem kurzen Takt informiert und auf dem neuesten Stand gehalten. „Nicht zu informieren ist der falscheste Weg“, betonte Dönni. Die Nachwirkungen dieses Ereignisses haben gezeigt, wie elementar die Vorsorge für den Katastrophenfall ist. „Testen ist das wichtigste, Theorie und Praxis müssen aufeinander passen“, so Dönni abschließend.

Simon Egerland und Dirk Hofmann von der Alten Leipziger Lebensversicherung a.G. beleuchteten das Thema „Outputmanagement – Schnittstellen im Wandel der Zeit“ und gingen auf eine neue Schnittstellenarchitektur ein: Die beiden Referenten erläuterten die Architektur der internen Abläufe, stellten den Maschinenpark und die eingesetzte Software vor. „Eine Vielzahl von Schnittstellen hat zu einem komplexen Gesamtsystem mit Vorteilen und Herausforderungen geführt“, sagte Egerland. Die Frage, die sich die Verantwortlichen 2017 gestellt haben: Ist das Outputmanagementsystem fit für die Zukunft und welche Anforderungen müssen erfüllt werden, um sich zukunftssicher aufzustellen?

Die Ziele waren klar umrissen: Modernisierung, Vereinfachung, Standardisierung, Agilität und die vorhandenen Vorteile bewahren. Ein Team wurde gebildet, das die Ziele mit konkreten Inhalten gefüllt hat. Wichtig hierbei erscheinen insbesondere eine leichte Anpassbarkeit, keine Lizenzkosten sowie die flexible Einbindung anderer Software. Mit einer Plattform zur Prozessoptimierung in der Kundenkommunikation sollen diese Zielvorgaben erreicht werden. Weitere Effekte: Prozesse können so exakt definiert und ausgeführt und die Komplexität der Abläufe deutlich minimiert werden, wenn alle Vorgaben umgesetzt sind.

Über die „Sexy Klasse statt stumpfe Masse“ sprach Udo Schäfer von der ITERGO GmbH, dabei erläuterte er, wie sich Unternehmen auf die Unsicherheit der Digitalisierung vorbereiten können und wie man in der Kommunikation die Sinne des Kunden berührt.

Schäfer zeigte Beispiele, wie sich die ITERGO vom Massendruck hin zu personalisierten Printmedien entwickelt hat und das „digital nicht immer die Lösung ist“. Bei ITERGO hat der Prozess vor drei Jahren mit dem Zusammenwachsen der Hausdruckerei, die zwischenzeitlich Printmedien Center heißt, und dem Transaktionsdruck begonnen. Der digitale Weg spricht nur einen Sinn des Kunden an, ist binnen Sekunden erfasst und „drückt keine Wertschätzung aus“. Printmedien sprechen dagegen Augen und Haptik an und zeigen dem Kunden, dass er wertgeschätzt wird, ganz besonders dann, wenn er glaubt, dass das Produkt für ihn erstellt wurde: „Wenn der Kunde mit diesen Emotionen unser Produkt kauft, sind Porto und Produktionskosten gut investiert“, zog Schäfer sein Fazit.

Um „Kommunikation im Zeitalter der Digitalisierung“ ging es im Vortrag von Mina Smolej (Quadient Germany GmbH). Zuerst sprach sie über die Kunden, die in der digitalen Welt aufgewachsen sind: Niemals waren die Digital Natives so vernetzt untereinander wie heute. „Sie zeichnen sich durch eine hohe Wechselwilligkeit aus“, stellte Smolej fest. Die Marketing-Managerin nahm ihre Zuhörer mit auf eine spannende Zeitreise durch die Entwicklung der Digitalisierung: Von der CD zu Spotify, vom Reisebüro zum Reiseportal. Die Bedeutung von Besitz nehme ab, die von Erlebnissen zu, Stichwort Customer Journey. Das bedeutet: Das Kundenerlebnis wird wichtiger als das Produkt selbst und der Preis. Die Kommunikation im digitalen Zeitalter spricht Kunden persönlich an: Personalisierung lautet ein Zauberwort, Relevanz ein anderes. „Die digitale Kommunikation wird aber auch in Zukunft nicht das persönliche Gespräch in allen Bereichen ersetzen“, sagte sie. Der Vortrag von Mina Smolej lieferte „Best Practices at its best“.

Manuel Ruland (DATEV eG) und Jörn Sauer (Atos) gaben Einblicke in ihre Zusammenarbeit. Unter dem Titel „DATEV druckt für Atos in Deutschland“ beschrieben die beiden Referenten, wie sich die Zusammenarbeit entwickelt hat: Seit diesem Jahr hat DATEV die Druck- und Versanddienste für Atos-Kunden übernommen. Herausforderungen waren vor allem der enge Zeitplan, die Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung und die Planung und Disposition des Produktionsmaterials. Entscheidend für den Erfolg des Projekts waren die gute und offene Kommunikation auf Augenhöhe auf allen Ebenen sowie kurze Entscheidungswege, zogen beide Referenten zufrieden Bilanz.

Hans-Peter Niesyt von der Allianz Deutschland AG beschäftigte sich mit dem Thema „Cloud oder weiterhin wie bisher (Old Fashion)?“ Schon der Titel verriet die Richtung seines Vortrags. Bei der Allianz ist vor drei Jahren eine regelrechte „Digitalisierungs-Offensive“ gestartet worden, zahlreiche Apps wie eine Schadens-App oder eine Gesundheits-App wurden entwickelt. Die Herausforderungen  (Datenschutz, Informationssicherheit, Betriebsprozesse) und Vorteile der Cloud für Print und Output Service wurden detailliert herausgearbeitet und von Niesyt eingeordnet. Bei den Vorteilen sticht hervor, dass man nur die Infrastrukturkapazitäten kaufen muss, die wirklich benötigt werden. Mit einem Stufenplan und genauen Vorgaben ging die Allianz das Thema an. So muss sich das Data Center des Cloud Anbieters in Deutschland befinden, außerdem muss das Outputmanagement-System auf einer dezentralen Plattform sein, auch die Frage nach dem Datenschutz spielt eine gewichtige Rolle.

Niesyts Fazit: Das Thema birgt Chancen und Risiken, vor allem aber ist eine persönliche Standortbestimmung sinnvoll. Er empfahl das Merkblatt „Orientierungshilfe zu Auslagerung an Cloud-Anbieter“ der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienst-leistungsaufsicht).

Großer Zuspruch für Education-Session

Mit der sehr gut besuchten Education-Session war die DOXNET Jahreskonferenz um einen stark nachgefragten Programmteil erweitert. Tino Wägelein von Canon Europe hielt den Keynote und zeigte unter anderem das Wachstumspotential mit Digitaldruck und seine Bedeutung für den Werbemarkt auf. „Letztlich gilt, dass die Werbetreibenden sich mit ihren Werbebotschaften in der Informationsflut durchsetzen müssen.“ Und: „Wir müssen gerade den jungen Menschen klarmachen, was Print alles kann“, so Wägelein. Mit einer sehr gelungenen Gegenüberstellung von Transaktionsdruckzentren und Akzidenzdruckereien arbeitete er Unterschiede, Stärken und Schwächen heraus.

Axel Walter von Walter Esser printSolutions sprach über Akzidenzen mit Digitaldruck. Er berichtete, dass in seinem Unternehmen nach der Devise „selektives Drucken für mehr Nachhaltigkeit“ gehandelt wird. Immer gehe es darum, Prozesse zu optimieren, Ressourcen zu schonen und damit dem Kunden Geld zu sparen.

Martin Metzger von der Allianz sprach über Akzidenzdruck in Transaktionsdruckzentren. Sein Fazit lautete, dass sich ein Business Case für Inkjet Farbdruck rechnet, die Mengen im Transaktionsdruck zurückgehen werden und die Inkjet Technologie für den variablen Datendruck geeignet ist.

Die Education-Session im Rahmen der DOXNET Fachkonferenz setzte neue Impulse und lieferte frische Ideenansätze auch für erfahrene Dokumentenprofis.

Interessant und aufschlussreich: Die Fachvorträge der 21. DOXNET-Fachkonferenz & Ausstellung in Kombination mit der Education-Session lieferten die perfekten Zutaten für ein gelungenes Programm.

DOXNET 2019 – Fachkonferenz & Ausstellung – DOXNET-Veranstaltungen: Das Jahresprogramm

Baden-Baden, 24.-26. Juni 2019. Der Ausblick auf die anstehenden Veranstaltungen des DOXNET-Verbands:

Das Herbstmeeting DOXNET Anwenderforum für Entscheider findet am 16. Oktober in Berlin statt. Das Anwenderforum soll in erster Linie eine Plattform für Erfahrungsaustausch und Informationsbeschaffung bilden.

Der DOXNET Tag ist im Novotel München Messe geplant. „Agile Welt trifft Output“ lautet das Thema am Freitag, 24. Oktober.

DOXNET vor Ort findet am 7. November während des Comparting – dem Forum für Multi-Channel Document Management, in Böblingen statt. Diese Reihe ist traditionell als Halbtageskonferenz in Kombination mit internationalen Messen oder Veranstaltungen eingebettet.

Die 22. Fachkonferenz und Ausstellung ist aufgrund der drupa im kommenden Jahr bereits früher terminiert: 11. bis 13. Mai 2020 im Kongresshaus Baden-Baden.

Mit seinen Angeboten will der Verband auch in Zukunft interessante und attraktive Informations- und Networking-Plattformen bieten. Veranstaltungsideen und Themenvorschläge aus den Reihen der Mitglieder nimmt der DOXNET Vorstand gerne entgegen.

Ein Überblick über die nächsten Termine der Fachkonferenz mit angeschlossener Ausstellung im Kongresszentrum Baden-Baden:

  1. Fachkonferenz und Ausstellung: 11. bis 13. Mai 2020 Wegen der drupa bereits im Mai!
  2. Fachkonferenz und Ausstellung: 21. bis 23. Juni 2021
  3. Fachkonferenz und Ausstellung: 20. bis 22. Juni 2022
  4. Fachkonferenz und Ausstellung: 19. bis 21. Juni 2023
  5. Fachkonferenz und Ausstellung: 24. bis 26. Juni 2024

DOXNET 2019 – Fachkonferenz & Ausstellung – Mitglieder wählen neuen DOXNET-Vorstand

Baden-Baden, 24.-26. Juni 2019. Mit der Mitgliederversammlung endete die 21. DOXNET Jahreskonferenz im Kongresshaus Baden-Baden. Vorstandsmitglied Gabriele Grosse führte bis zu den Neuwahlen zügig durch die Versammlung und die einzelnen Tagesordnungspunkte.

Zu den Mitgliederzahlen vermeldete sie, dass diese im Rahmen der üblichen Schwankungen und in etwa auf dem Niveau der Vorjahre liegen. Aufgrund formaler Punkte wurden Änderungen der Satzung vorgenommen und von den Mitgliedern mehrheitlich verabschiedet.

Schatzmeister Hans-Peter Niesyt trug den Kassenbericht vor. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte DOXNET ein Plus verzeichnen, so dass die Finanzen weiter auf einer soliden Basis stehen. Die Kassenprüfer bescheinigten Niesyt eine einwandfreie Arbeit, so dass der Entlastung des Finanzchefs und des gesamten DOXNET Vorstands nichts im Wege stand.

Turnusgemäß standen in diesem Jahr Neuwahlen an: 14 Mitglieder haben sich auf elf Vorstandsposten beworben. Aus dem alten Vorstand lies sich Ralf Wittmann als einzige Person nicht mehr zur Wahl stellen. „Ich mache das mit einem lachenden und einem weinenden Auge und blicke auf sehr schöne Jahre im DOXNET Vorstand zurück“, sagte Wittmann, der anschließend die Rolle des Wahlvorstands übernahm. Neun Mitglieder des alten Vorstands wurden wieder gewählt: Gabriele Grosse, Daniela Kirsch, Uwe Hammann, Stefan Hunkeler, Christian Kempf, Hans-Peter Niesyt, Rainer Rindfleisch, Udo Schäfer und Stefan Wagner gehören erneut dem Vorstand an, René Schumann und Axel Both wurden neu hineingewählt. Uwe Wittmann wünschte dem frisch gewählten Vorstand stets ein gutes Händchen und viel Enthusiasmus.

Gabriele Grosse nutzt die Gelegenheit und ernannte im Namen des Vorstands Ralf Wittmann zum neuen Ehrenmitglied. Zum Abschluss forderte Grosse die Mitglieder auf, „Rückmeldungen über unsere Arbeit zu geben. Kommen sie bitte offen auf uns zu. Von Kritik und Lob leben wir“, sagte Grosse. Man wolle neue Ideen entwickeln, DOXNET weiter nach vorne bringen und sich neuen Sparten öffnen. Mit den Dankesworten an die Sponsoren und die Teilnehmer der Jahreskonferenz schloss sie die Mitgliederversammlung. 

Dem neuen ehrenamtlichen DOXNET Vorstand gehören an: Gabriele Grosse, Daniela Kirsch, Uwe Hammann, Stefan Hunkeler, Christian Kempf, Hans-Peter Niesyt, Rainer Rindfleisch, Udo Schäfer, Stefan Wagner, René Schumann, und Axel Both.

DOXNET 2019 – Fachkonferenz & Ausstellung – Keynote-Speaker: Mit Humor, Phantasie und Kreativität zum Erfolg

Baden-Baden, 24.-26. Juni 2019. Humor war Trumpf: Mit einem erfrischenden und kurzweiligen Auftritt eröffnete Keynote-Speaker Felix Gaudo die DOXNET Jahreskonferenz in Baden-Baden. „Gute Stimmung – Gute Leistung: Business-Kommunikation mit Herz, Hirn und Humor“, lautete der Titel seines Vortrags, in dem er die Kraft des Humors facettenreich beleuchtete.

Für Gaudo ist Humor ein wichtiges Handwerkszeug, so berichtete er von seinen Erlebnissen als ehrenamtlicher Klinik-Clown, wenn er schwer kranke Kinder und Jugendliche von ihrer Krankheit ablenkt. Seine langjährige Erfahrung habe ihm deutlich gezeigt, dass er mit Humor einen besonderen Zugang zu den kranken Patienten findet und seine Arbeit eine positive Wirkung hat.

„Humor ist eine Haltung dem Leben gegenüber und ein natürliches Mittel gegen Stress“, betonte Gaudo. Aus der Forschung ist bekannt, dass eine Minute Lachen für das Herz-Kreislauf-System so effektiv ist wie zehn Minuten joggen.

Er stellte verschiedene Techniken vor, zum Beispiel die Über- und Untertreibung oder die Technik des Wörtlichnehmens: „Damit können sie trainieren, schlagfertiger zu werden, um aus Schlagfertigkeit ‚Humor-Judo‘ zu machen“, sagte der Moderator und Comedian.

Zum Ende seines unterhaltsamen Vortrags stellte Gaudo verschiedene Übungen wie die tägliche „Humordusche“ vor: „Beschäftigen sie sich ein paar Minuten mit etwas Lustigem.“ Dabei betonte er, dass Emotionen ansteckend sind und schlechte Laune eine Infektionskrankheit, gute Laune dagegen eine Infektionsgesundheit sei. In Unternehmen sei es so, dass eine Humorkultur eng mit der Zufriedenheit der Mitarbeiter korreliere. „Humor ist für manche immer ein Zeichen für Kontrollverlust“, stellte er fest. „Wir werden nur besser, wenn wir eine gute Fehlerkultur haben“, sagte Gaudo, dagegen sei eine gute Komplimentekultur kaum ausgeprägt.

Zweiter Keynotespeaker war Vince Ebert 

Wissenschaftskabarettist Vince Ebert hielt den Keynote am dritten Tag der DOXNET Jahreskonferenz. „Zufällig erfolgreich – Warum die Welt nicht berechenbar ist und wie wir das nutzen können“ – Unter diesem Titel eroberte der diplomierte Physiker spielend die Aufmerksamkeit der zahlreichen Zuhörer im Auditorium.

Augenzwinkernd nahm er die „Fortschritte“ von Unternehmen auf die Schippe: „Googles Algorithmus erkennt mit einer Wahrscheinlichkeit von 75 Prozent eine Katze in Youtube-Videos, der zweijährige Sohn meiner Nachbarin mit einer Wahrscheinlichkeit von 100 Prozent.“ 

Die Zuhörer erfuhren, was sein geschwänzter Kirchenbesuch mit dem Tod des Papstes zu tun hat, was von der Erfolgsquote von Parship zu halten ist („Alle elf Minuten verliebt sich ein Single auf Parship“) und warum er auf Amazon sein eigenes Buch bestellt hat („Ich bekam es unter den Buchempfehlungen angezeigt“).

„Die Ängste vor der Digitalisierung sind immens“, sagte Ebert und schloss die rhetorische Frage an, ob diese Ängste nicht etwas übertrieben seien. „Computer werden nie die Kreativität eines Menschen entwickeln, Computer rechnen, Gehirne verstehen“, sagte Ebert.

Phantasie und Kreativität sind seiner Ansicht nach unabdingbar, um die Zukunft zu gestalten. „Die langlebigsten Unternehmen sind nicht die effizientesten, sondern die, die kontinuierlich lernen und die Bereitschaft haben, sich zu verändern“, sagte Ebert. „Zum Erfolg gehören Freiheit, Leidenschaft, Phantasie und der Mut, Fehler zu machen.“

Mit seinem rhetorisch geschliffenen Ritt durch Themen der Politik, Gesellschaft und Wissenschaft schlugen Vince Ebert die Sympathien der Kongressteilnehmer entgegen. Sein kreativer Blick auf Alltägliches war äußerst unterhaltsam und erhellend.

Zwei Keynote-Speaker, zwei schwungvolle Keynotes mit verblüffenden Erkenntnissen, hilfreichen Tipps und kuriosen Feststellungen.