„DOXNET vor Ort“ im Rahmen des Comparting in Bestform

Interessante Vorträge und Networking in Sindelfingen

Die erste DOXNET vor Ort Veranstaltung im Rahmen des Comparting kann als voller Erfolg verbucht werden. Über 80 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, unter dem Motto „Anforderungen an einen modernen Outsourcing-Dienstleister“ bei drei Experten-Vorträgen den Markttrends im Umfeld von großen Druckdienstleistern nachzuspüren.

DOXNET Vorstandsmitglied Stefan Wagner begrüßte die Teilnehmer in der Stadthalle, die zugleich Schauplatz des Comparting war. Denn dank der Unterstützung der Compart AG konnte DOXNET vor Ort im Rahmen des internationalen Fachkongresses stattfinden. Über die gute Resonanz zeigte er sich genauso erfreut wie Udo Schäfer. Der neue DOXNET Vorstandsvorsitzende nutzte die Gelegenheit, um den Verband und seine Ziele vorzustellen: „Unser Grundgedanke ist auch in Zukunft, eine Anwenderplattform für Experten aus dem Dokumentenmanagement zu sein“, sagte Schäfer. Das Networking bleibe auch weiterhin der zentrale Baustein. Zur thematischen Ausrichtung sagte er: „Outputmanagement ist die Basis, wir wollen uns aber auch beim Thema Software positionieren.“ Mit einem Ausblick auf die im kommenden Jahr anstehenden Veranstaltungen endete sein Vortrag.

 

Philipp Gasser und Patrick Riesch (SPS) über die
Digitalisierung des schweizerischen Gesundheitswesens

„Die Schweizerische Post im Gesundheitswesen – Innovative Lösungen aus einer Hand“ lautete der Vortrag von Philipp Gasser, Head of Development and Engineering, und Patrick Riesch, Head of Technology and Transformation bei Swiss Post Solutions. Eingangs hielten sie fest: „Der Markt in der Schweiz ist in Sachen Digitalisierung schon weiter im Vergleich zu Deutschland.“ Geleitet von der Erkenntnis, dass der Strom an medizinischen Daten exponentiell zunehmen wird und das Gesundheitssystem gravierenden Veränderungen unterliegt, erläuterten sie, wie die Digitalisierung im Gesundheitswesen vorangetrieben wird. In der Schweiz gibt es das Gesetz zum elektronischen Patientendossier, es soll die Effizienz des Gesundheitssystems steigern. Gesundheit werde zum Konsumgut, betonten Gasser und Riesch und hoben hervor, dass der Mehrwert für Patienten in den Vordergrund gerückt werden müsse. „Erst wenn die Patienten erkennen, welche Vorteile ihnen die E-Health-Lösung bietet, sind sie offen dafür“, so die beiden Experten.

Und welche Rolle spielt die Post in diesem Umfeld? „Wir haben die digitale Kompetenz“, sagten Gasser und Riesch. Die Post sorgt in der Schweiz für die Vernetzung im Gesundheitswesen und den sicheren Transport vertraulicher Informationen. 300 Millionen Dokumente werden jedes Jahr zwischen Akteuren im Gesundheitswesen ausgetauscht, die Post stellt dafür die Infrastruktur zur Verfügung.

 

Reinhold Grocholl (Ricoh): „Digital vom Eingang bis zum Ausgang“

Reinhold Grocholl, National Director Business Process Services bei der Ricoh Deutschland GmbH, sprach über die Vernetzung von Prozessen zwischen Lieferanten und Kunden und eine intelligente Workflow-Automatisierung. Zentraler Baustein dafür ist eine Plattform für Geschäftsdokumente wie Rechnungen, Gutschriften, Auftragsbestätigungen und Lieferscheine. Mit Input, Throughput, Output fasste er die drei großen Bereiche zusammen, die den Gesamtprozess umfassen.

Die Marschrichtung von Ricoh lautet: „Wir wollen die Prozesse zwischen Lieferanten und Kunden verbessern“, sagte Grocholl und warf einen Blick auf die bekannten papierbasierten Rechnungsprozesse zwischen Versender und Empfänger. Das Ziel müsse aber sein: „Digital vom Eingang bis zum Ausgang, und das unabhängig vom Format der Daten.“ Alle Rechnungen und Geschäftsdokumente sollen digital abgedeckt werden.

Grocholl betonte, dass in der zentralen Plattform für den Business Dokumentenaustausch dem Kunden 400 verschiedene Formate zur Verfügung gestellt werden können. Er stellte Schnittstellen und Möglichkeiten der digitalen Weiterverarbeitung vor. Entscheidend ist für ihn der elektronische Versand an alle Partner und die Anbindung der Kunden an den elektronischen Dokumentenempfang.

 

Alexander Schäfer (Paragon): „Beim Outsourcing alle Folgen im Blick halten“

Alexander Schäfer, bei der Paragon Customer Communications Germany zuständig für den Vertrieb, sprach über Druckoutsourcing im Spannungsfeld zwischen Kostendruck und Customer Experience. Dabei beleuchtete er Chancen und Herausforderungen eines erfolgreichen Outsourcings. „Physischer Output ist immer noch relevant, der Wandel fängt oft mit einem Outsourcing an“, hielt Schäfer eingangs fest.

Er sprach über Prozess-Effizienz und hob die Bedeutung einer guten Kundenkommunikation hervor. Entscheidende Voraussetzung für ein erfolgreiches Outsourcing ist in den Augen Schäfers ein klares Commitment innerhalb des Unternehmens auf allen Ebenen unter Berücksichtigung der damit einhergehenden Folgen.

Inhaltliche Themen von Datenaufbereitung bis Portobudget müssen in diesem Prozess betrachtet werden, aber auch der Auslagerungsprozess an sich. Er beleuchtete die erfolgreiche Anbieterauswahl bis zur späteren „Retained Organisation“ und stellte verschiedene Modelle vor. Bei jedem Schritt müssten Faktoren wie Personalkosten, Raummieten, Abschreibungen, Wartungskosten etc, berücksichtigt werden.

 

Abendprogramm in der Motorworld Böblingen

Mit diesem Vortrag endete der erste Teil der Halbtageskonferenz in Sindelfingen, bevor im zweiten Teil das Netzwerken in den Mittelpunkt rückte. DOXNET vor Ort richtete die Spotlights auf zukunftsweisende Projekte und gewährte Einblicke in Themen, die zukünftig verstärkt weiterverfolgt werden sollen. Mit der Abendveranstaltung in der MOTORWORLD Böblingen, die im Rahmen der Comparting stattfand, endete eine gelungene DOXNET vor Ort Veranstaltung mit einem exklusivem Dinner in einer außergewöhnlichen Umgebung.