DOXNET Education Day bei Horizon

DOXNET, der herstellerneutrale Verband für Fachleute aus dem Digitaldruck und Dokumentenmanagement der Dach Region lud am 06. und 07. Juli 2016 zum „DOXNET Education Day“ bei der Horizon GmbH in Quickborn ein.

Das Interesse der Baden-Baden Kongressteilnehmer an herstellerneutralem und zielgruppenorientiertem Grundlagenwissen war so groß, dass der Verband mit dem neuen Education Day spezifische Themen im Detail beleuchten wollte.

Die Premiere der 1. Veranstaltung stand unter dem Motto “Finishing im Digitaldruck-Umfeld” und fand am 06./07.07.2016 mit freundlicher Unterstützung der Horizon GmbH in Quickborn statt. Gestartet wurde am Mittwoch, den 06.07.2016 um 18:00h mit einer großen Hafenrundfahrt. Hier hatten alle Teilnehmer bei herrlichstem Wetter Gelegenheit, sich kennenzulernen und auszutauschen.

Die Moderation des Tages übernahm Pressesprecher Rainer Rindfleisch, der nach der Begrüßung und Vorstellung der Agenda das Wort an den Vorstandsvorsitzenden Peter Dehm übergab. Dieser stellte die Aktivitäten und Veranstaltungen des Verbandes vor.

Danach begrüße Rainer Börgerding, der Geschäftsführende Gesellschafter von Horizon die Teilnehmer und informierte über das Unternehmen sowie den Markt.

Johannes Lindner, Hofmann Druck und Medien GmbH & Co. KG beleuchtete im Anschluss die: „Produktion im Kundentakt – ein Praxisbericht über die Just–in-Time Fertigung von variablen Broschüren für die Industrie“.

Nach dem Mittagsimbiss hatten die Teilnehmer Gelegenheit, bei einer geführten Tour durch die Horizon Academy die ganze Bandbreite der Produkte und Lösungen kennenzulernen.

Birgit Wienck, Marketingleiterin von Horizon, referierte im Anschluss über: „Finishing first. Warum Druckdienstleister erst mit einer automatisierten, perfekt integrierten Weiterverarbeitung der variablen Druckproduktion das volle Potenzial entlocken“, gefolgt von Bernhard Niemela, Deutscher Drucker, der sich dem Thema: „Aktuelle Trends in der Weiterverarbeitung – eine Nachlese zur drupa“ widmete.

Anschließend hatten alle Teilnehmer im Rahmen einer Podiumsdiskussion die Gelegenheit, sich über die „Herausforderungen in digitalen Druckprozessen“ auszutauschen.

Die Veranstaltung endete gegen 15:30h. Gastgeber Rainer Börgerding sowie Peter Dehm und Rainer Rindfleisch waren sich einig: Das Thema ist hochinteressant – und wird fortgesetzt.

Volles Haus beim Education Day

60 Teilnehmer, 4 Weiterverarbeitungslinien in Produktion, 3 Präsentationen, 1 spannender Anwendervortrag, und 1 drupa Nachlese mit lebhafter Diskussion: Die Premiere des DOXNET Education Day; „Finishing im Digitaldruck-Umfeld“ war ein voller Erfolg!

Gastgeber Rainer Börgerding (Horizon GmbH) sowie Peter Dehm und Rainer Rindfleisch sind sich einig: Das Thema ist hochinteressant – und wird fortgesetzt.

Vorträge bilden das Herzstück der DOXNET Jahreskonferenz

Baden-Baden, 20.-22. Juni 2016. Das Herz der DOXNET Jahreskonferenz sind die Grundsatz- und Expertenvorträge. Neben dem Blick auf die Gegenwart und in die Zukunft, gaben die knapp 30 Vorträge erneut interessante Einblicke in aktuelle Trends des Dokumentenmanagements und in Projekte von Unternehmen. Im Rahmen der 18. DOXNET Fachkonferenz & Ausstellung in Baden-Baden wurden neben dem herstellerneutralen Programm und den bewährten Herstellervorträgen nach der erfolgreichen Premiere 2015 zum zweiten Mal „Education-Workshops“ angeboten, die erneut auf große Resonanz stießen (siehe Pressemitteilung „Education-Workshops“).

„Print 4.0: Die Druckbranche auf dem Weg in die Industrialisierung“ war der Titel des Grundsatzvortrags von Bernhard Niemela, Geschäftsführer der Deutschen Drucker Verlagsgesellschaft und Chefredakteur des Fachmagazins „Deutscher Drucker“. Niemela brachte die neuesten Trends der drupa mit. Den Begriff Print 4.0 definiert er als „vernetzte Druckproduktion auf Basis des Internets“. Ausprägungen von Print 4.0 sind die digitale Vernetzung von Kunden und Produzenten, die Selbstkonfiguration von Maschinen und die Web-basierte Kooperation von Druckdienstleistern.

Niemela sieht einen Trend zu mehr Kommunikation und eine enorme Bewegung im Markt. Am Beispiel der Modekette Primark (Bernhard Niemela: „Alle zwei Wochen wird hier das Sortiment gewechselt“) verdeutlichte er, dass sich diese Beschleunigung auch in anderen Branchen abzeichnet. Und: Ikea und Otto zeigen, dass ein gedruckter Katalog auch heute noch wichtig ist.

Niemela machte wechselseitige Zusammenhänge klar, „Digitaldruck ist ein Kind des Prints 4.0, Digitaldruck macht Print 4.0 aber erst möglich“, und erwähnte unter dem Stichwort „autonomes drucken“ Maschinen, die immer mehr Arbeitsschritte eigenständig automatisch  bernehmen.„Auf kaum einer drupa hat man so viele Print-Produkte gesehen“, fasste der Experte zusammen, der den Digitaldruck als „Game Changer“ bezeichnete. „Print 4.0 ist nichts bedrohliches, sondern ein Segen für uns“, sagte Niemela. In digital gesteuerten Workflows, automatisierten, hochflexibilisierten Produktionen, standortübergreifenden Vernetzungen und der Verbindung von Druck und Weiterverarbeitung sieht er eine für die Druckindustrie sehr gute Entwicklung.

Mit Bernhard Niemela sprach ein ausgewiesener Kenner der Druckbranche zu den Zuhörern, der „Print 4.0“ nicht nur technologisch beschrieb, sondern vor allem auf die Auswirkungen für Druckdienstleister einging. Die wichtigste Botschaft der drupa ist in seinen Augen: „Print 4.0 macht den Druck wettbewerbsfähiger.“

Raphael Lamskemper von der Zurich Gruppe Deutschland sprach über die „Große Befreiung vom Papier“. Der Leiter des Dokumenten-Managements lieferte Einblicke in das Dokumentenverarbeitungs-Center der Zurich Gruppe Deutschland. Lamskemper war sich des provokanten Titels seines Vortrags bewusst, aber der Referent stellte gleich klar, dass es ihm in erster Linie darum geht, den Kunden kommunikativ zukünftig so zu bedienen, wie er es wünscht. Die Ausgangsfragen lauten: Wie will der Kunde mit uns kommunizieren? Wie bewältigt man einen Ansturm von gemeldeten Schadensfällen, der beispielsweise in Zeiten von vermehrten Unwetterschäden auf eine Versicherung zuläuft? Eine Antwort darauf sieht er in der hohen Flexibilisierung der Mitarbeiter und in Arbeitsmodellen, die an das Kommunikationsverhalten der Kunden angepasst sind. Ein weiteres Ziel lautet, den Kunden die Kommunikationsplattformen zu bieten, die für sie vertraut und einfach sind. Der Weg dorthin führt über zentralisierte Eingangskanäle mit digitaler Produktion sowie eine standardisierte und automatisierte Bearbeitung.

Zahlen von der Zurich Gruppe lieferte Lamskemper gleich mit: Täglich gehen 9.000 Briefe und 40.000 elektronische Eingangsdokumente (E-Mail, E-Postbrief, SMS oder WhatsApp) ein. Ziel ist, aus jeder Eingangskommunikation einen digitalen Geschäftsvorfall zu erstellen. Eine Software erkennt dank Schlüsselwörtern den Inhalt, dann findet die Bearbeitung statt, bevor entschieden wird, wie die Kommunikation zum Kunden zurückläuft; immer mit der Vorgabe einer „taggleichen Auslieferung“ der elektronischen Geschäftsvorfälle. Lamskemper stellte detailliert den Aufbau des Dokumentenverarbeitungs-Centers und die Überwachung der Prozesse durch ein Monitoring-System vor.

Dank der Digitalisierung wird die Bearbeitungsdauer deutlich beschleunigt, mehr als 90 Prozent aller Geschäftsvorfälle erreichen den Sachbearbeiter digital im Workflow-System. Die interne Hauspost wird ebenfalls digitalisiert zugestellt und ausgetauscht. Alle Eingangs- und Ausgangsdokumenteliegen im digitalen Archiv. Informationen sind jederzeit und an jedem Platz verfügbar, außerdem ist der Status aller Kundenanliegen transparent. In Arbeitstagen ausgedrückt, konnte die Prozessdauer von 4,8 auf 0,8 Tage gesenkt werden.

„Selber machen! oder: wie die Führung lernte, Digitalen Vollfarbdruck zu lieben“ lautete der Titel des Vortrags von Thomas Burger und Peter Stephan, beide von der EnBW AG. Die Ist-Situation im alten Print-Center war von einem stark gestiegenen Druckvolumen geprägt, es konnte nur mit zwei Farben gearbeitet werden, für Änderungen und Erweiterungen gab es kaum Spielraum. Die Fragen, die sich die Verantwortlichen stellten: Digitaler Vollfarbdruck ja oder nein? Die Antwort lautete „ja“. Die Papierzuführung sollte von der Rolle erfolgen, als Druckstoff entschied man sich für Tinte. Das Ergebnis waren Quantensprünge in Effizienz und Qualität.

Die nächste Frage: selber drucken oder outsourcen? Im Rahmen einer 360 Grad-Analyse wurde ein Blick in die Zukunft geworfen. Nach Berechnung aller Parameter ist ein klares Ergebnis herausgekommen: Ein neues, eigenes Print-Center sollte her, denn Eigenfertigung ist die lukrativere Alternative, die sogar die Wirtschaftlichkeit steigert, wenn bisher ausgelagerte Druckaufträge künftig eigengefertigt werden. So generiert das neue Druckzentrum substantielle Einsparungen.

Thomas Burger verantwortet bei der EnBW als Leiter Mobilitäts- und Officeservice das Transaktionsdruckzentrum, Teamleiter für das Transaktionsdruckzentrum ist Peter Stephan, unter dessen Zuständigkeit auch die Hausdruckerei und die Postlogistik liegt. „Seit diesem Jahr läuft das neue Print-Center im Normalbetrieb“, berichten die beiden Experten, die das Projekt von der Vorstudie bis zum produktiven Vollbetrieb verantworteten.

„17+4 – das Siegerblatt der SV Sparkassenversicherung“ betitelten Detlef Zeger und Dirk Preuschoff-Porzelt ihren Vortrag. Was steckt hinter dem Titel? 17 Jahre Erfahrung bei der SV und vier gute Partner als Erfolgsgeheimnis eines erfolgreichen Outsourcing-Projektes. 2015 hat die SV das komplette Outsourcing für das Druckzentrum München vorgenommen. Neben der Auslagerung der Portooptimierung, der Archivdokumentenerstellung sowie der Druck- und Kuvertiertätigkeiten sind weitere Produktionsoptimierungsmaßnahmen durchgeführt worden, so wurden zum Beispiel Teile der Produktion auf Endlosverarbeitung umgestellt. Eingeführt wurde außerdem Umweltschutzpapier.

Die Referenten legten ihre Entscheidungskriterien für die jeweiligen Anbieter dar: „Technisch und preislich lagen alle Dienstleister auf einem sehr ähnlichen Niveau“, sagte Preuschoff-Porzelt und verdeutlichte, dass dann auch softe Faktoren, wie die Kommunikation miteinander, eine Rolle gespielt haben. Das war einer der Aspekte, der von vielen DOXNET Referenten betont wurde, denn der Umgang miteinander und eine gute Kommunikation untereinander nimmt neben technischen und finanziellen Aspekten einen hohen Stellenwert ein.

Von der Entscheidung zum Outsourcing 2011 bis zum Projektbeginn im Januar 2013 und dem Projektende im Mai 2014 dauerte der Prozess bei Sparkassen-Versicherung knapp drei Jahre. Rückblickend bewerten es die Referenten als äußerst positiv, ein umfassendes Pflichtenheft erstellt und eine Projektstruktur mit allen beteiligten Unternehmen entwickelt zu haben. Die Bilanz: Das gesamte Projekt kann sowohl qualitativ als auch finanziell mit „sehr gut“ benotet werden.

Die Vorträge im Auditorium bildeten das Herzstück der 18. DOXNET Jahrestagung. Zusammen mit den Herstellervorträgen und den Education-Workshops gab es wieder interessante und exklusive Einblicke in die unterschiedlichsten Themen der Dokumentenmanagements und auch darüber hinaus.

Education-Workshops wieder mit großer Resonanz

Baden-Baden, 20.-22. Juni 2016. Nach dem großen Erfolg der Education-Workshops bei der Premiere 2015, stieß dieses Angebot auch in diesem Jahr auf das Interesse der Kongressteilnehmer. Die 18. DOXNET-Fachkonferenz & Ausstellung in Baden-Baden bot wieder die Chance, Basis-Wissen von ausgewiesenen Fachleuten herstellerneutral zu erfahren, denn das Interesse an zielgruppenorientiertem Grundlagenwissen ist groß.

Dr. David Croll, Océ Printing Systems, sprach über die „Grundlagen der Papiertechnologien“ und das Zusammenspiel von Papier mit Drucktechnologien. Meilensteine waren in der Historie das Jahr 1390, als die erste Papiermühle in Deutschland in Betrieb genommen wurde, und das Jahr 1445, als Gutenberg den modernen Buchdruck erfand. Der Blick auf Europa verdeutlichte die Bedeutung des Papiers in der heutigen Zeit: 2014 lag die Papierproduktion bei 91 Millionen Tonnen und der Papierverbrauch bei 77 Millionen Tonnen.

Croll beleuchtete die Herstellung von Papier in grauer Vorzeit und die moderne Papierherstellung heute, gab einen Überblick des Marktes für grafische Papiere, angefangen vom Zeitungsdruckpapier, über Buchdruckpapier bis zu holzfrei gestrichenem Bilderdruckpapier und beschrieb Details zur Herstellung der verschiedenen Papiere. Anhand von Bildern zeigte er Unterschiede von ungestrichenem, einfachgestrichenem und doppeltgestrichenem Offsetpapier auf, beleuchtete Druckverfahren wie Offset, Flexodruck und den Digitaldruck mit seinen Untergruppen sowie Tiefdruck.

Ausführlich beschrieb er Papiereigenschaften wie Feuchtigkeitsgehalt, thermische und elektrische Eigenschaften sowie die Oberflächenchemie und stellte die Trockentoner- und Flüssigtonertechnologie vor, die jeweils andere Anforderungen an das Papier haben.

Mit diesem Workshop waren die Grundlagen gelegt. Kai Brückel, Papyrus, sprach im Anschluss vor vielen Zuhörern über die „Erfolgreiche Zertifizierung nach Prozessstandard Digital“. Lars Günther, SET GmbH, stellte in seinem aufschlussreichen Vortrag die „Optimale Produktion“ vor und ging der Frage nach, wo die typischen Herausforderungen lauern und wie sich diese optimal lösen lassen.

Das „Outsourcing von dokumentenbezogenen Unternehmensprozessen“ stellte Jörg Auffarth, Vertriebsleiter bei arvato direct services Wilhelmshaven und Lehrbeauftragter der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin, vor. Die Grundfrage lautete: Kann das Scannen und Verarbeiten von Dokumenten an einen Dienstleister outgesourct werden und wenn ja, wie?

Nach der Analyse von Prozessen gilt es, Ziele zu definieren und Regeln für eine Zusammenarbeit aufzustellen, immer mit dem Ziel, ein effektives Outsourcing zu betreiben. Das Vertrauen in den Auftragnehmer ist in seinen Augen sehr wichtig, trotzdem bleibt die Frage entscheidend: Wie erfolgt das Reporting der Arbeitsschritte? „Gerade an diesem Punkt ist eine klare Kommunikation wichtig“, sagte Auffarth, der auch die Einrichtung einer Lenkungsgruppe mit den Entscheidungsträgern empfahl. All das spielt sich im Spannungsfeld gesetzlicher Vorgaben ab, die natürlich beachtet werden müssen, Stichwort Bundesdatenschutzgesetz oder Telekommunikationsgesetz. Auffarth ging auf die Bestandteile und Inhalte eines Outsourcing-Vertrags ein und verdeutlichte, dass bei der Auslagerung von Routinetätigkeiten im ECM-Umfeld bei der Dienstleisterauswahl technische, organisatorische, vertragliche sowie rechtliche Aspekte zu beachten sind.

Die Workshops bauten inhaltlich aufeinander auf, setzten an den Wurzeln an und führten grundlegend an Themen heran. So wurden die Education-Workshops wieder zu einem wichtigen Bestandteil der DOXNET Jahreskonferenz. DOXNET setzt daher auch in Zukunft auf die Vermittlung von Grundlagenwissen und lädt am 6. und 7. Juli 2016 mit Unterstützung der Horizon GmbH erstmals zu einem DOXNET "Education-Day“ ein.

Branchenhighlight des Jahres für die Dokumentenprofis: Erfolgreiche und sehr gut besuchte DOXNET Jahreskonferenz

Baden-Baden, 20.-22. Juni 2016. Im Vermelden von Erfolgsnachrichten hat DOXNET Vorstandsvorsitzender Peter Dehm schon eine gewisse Routine entwickelt. Erneut ist die Zahl der Teilnehmer an der DOXNET Jahrestagung über die 600-Marke gesprungen. Damit wurde auch die 18. Jahreskonferenz, die zum 15. Mal im Kongresshaus Baden-Baden stattfand, zu einem großen Erfolg und für die Dokumentenprofis zum Branchenhighlight des Jahres.

„Wir sind wieder auf unserem Erfolgs-Level, sowohl was die Teilnehmer als auch die Aussteller betrifft“, sagte Dehm, der die Gelegenheit nutzte, um auf die anstehenden Veranstaltungen hinzuweisen: „Education Day“ bei Horizon, DOXNET vor Ort in Wien und Großebersdorf, Round Table bei der Druck+Form in Sinsheim, DOXNET Tag in München und die Hunkeler Innovationdays in Luzern: Der Verband ist dort aktiv, wo das Herz der Branche schlägt.

Vor allem die Jahreskonferenz in Baden-Baden gehört fest in den Terminkalender für Fachleute und Entscheider aus dem Bereich Dokumentenmanagement und Digitaldruck, 726 Mitglieder hat der Verband aktuell: „Hier haben wir ein Maximum erreicht, das wir seit Jahren halten können, damit vertreten wir einen sehr guten Querschnitt der Branche“, sagte Dehm. Bei der Mitgliederstruktur bleibt es dabei, dass die Anwender die größte Gruppe stellen.

Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen gratulierte für „15 Jahre Fachkongress in Baden-Baden“. In ihrer Begrüßung unterteilte sie die Arbeitswelt in zwei Gruppen: Papiertiger bilden die eine, Digital-Fans die andere Gruppe. „Sie sind an der Nahtstelle“, sagte Mergen, die über das Für und Wider der digitalen Welt sprach, „in der das Papier weiterhin eine wichtige Rolle spielen wird“. Natürlich nutzte sie die Gelegenheit, die Vorzüge und Besonderheiten ihrer Stadt vorzustellen.

Das Programm der DOXNET Jahrestagung bestand wieder aus fast 30 Expertenvorträgen, die von erneut sehr gut besuchten vier Workshops im Education-Teil flankiert wurden. Noch nie gab es außerdem so viele Aussteller wie in diesem Jahr: Exakt 48 Unternehmen präsentierten den Besuchern ihr Angebot.

Das Rahmenprogramm passte DOXNET der Aktualität an: Das Kulturhaus LA8 war der „place to be“ im Anschluss an den ersten Veranstaltungstag. Am zweiten Abend verwandelte sich das Kongresshaus in eine kleine Fußball- Arena, in der auf einer überdimensionalen Leinwand das EM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft übertragen wurde und nach dem Spiel die Gäste bei Live-Musik den Tag stimmungsvoll ausklingen ließen.

Drei Tage lang hatten die Teilnehmer Gelegenheit, den unterschiedlichsten Themen auf den Grund zu gehen und  spannende Einblicke in die Dokumenten- und Printcenter verschiedener Unternehmen zu erhalten. Die DOXNET Jahreskonferenz ist damit weiterhin ein „Must-Termin“ für  alle, die im Bereich des Dokumentenmanagements und Digitaldrucks Verantwortung tragen. Mit den Anwender-, Grundsatz- und Herstellervorträgen sowie den Education-Workhops und der Fachmesse war ein optimaler Mix geboten, der auch dem „Networken“ genügend Raum ließ, was von den Teilnehmern gerne und ausgiebig genutzt wurde.

Der DOXNET Vorstand: DOXNET Chef Peter Dehm (Kern-Data GmbH) und die zweite Vorsitzende Gabriele Grosse (Rechenzentrum Schulte GmbH) können sich somit auch weiterhin auf ein eingespieltes Vorstandsteam verlassen, das die Arbeit im Fachverband ehrenamtlich durchführt: Harald Eichhorn (HUK-Coburg), Karl Toni Gayer (Michael Schiffer GmbH + Co. KG), Uwe Hammann (DATEV eG), Robert Herele (Allianz Deutschland AG), Stefan Hunkeler (Hunkeler AG, Schweiz), Günter G. Müller (DB Print GmbH), Rainer Rindfleisch (Kern GmbH), Uwe Seltmann (icon Systemhaus GmbH) und Ralf Wittmann (Canon Deutschland GmbH).

DOXNET-Veranstaltungen: Premiere für den Education-Day

Baden-Baden, 20.-22. Juni 2016. Nach der Jahreskonferenz ist vor der Jahreskonferenz: 2017 findet das Branchentreffen vom 19. bis 21. Juni statt. Flankiert wird der jährliche Veranstaltungshöhepunkt durch Round Table, den DOXNET Tag, DOXNET vor Ort und dieses Jahr zum ersten Mal mit einem „Education-Day“. Mit seinen Angeboten will der Verband auch in Zukunft interessante und attraktive Informations- und Networking-Plattformen bieten.

Premiere feiert der „Education Day“, der als Reaktion auf das große Interesse an herstellerneutralem und  zielgruppenorientiertem Grundlagenwissen aus der Taufe gehoben wurde. DOXNET als herstellerneutraler Verband für Fachleute aus dem Digitaldruck und Dokumentenmanagement lädt am 6. und 7. Juli 2016 zur Horizon GmbH in Quickborn ein. Die erste Veranstaltung steht unter dem Titel „Finishing im Digitaldruck-Umfeld“. Gestartet wird mittwochs mit einer großen Hafenrundfahrt in Hamburg. Am Donnerstag geht es zur Horizon GmbH.  Rainer Börgerding, der Geschäftsführende Gesellschafter, stellt das Unternehmen vor. Johannes Lindner von der Hofmann Druck und Medien GmbH & Co. KG, referiert über „Produktion im Kundentakt – ein Praxisbericht über die Just-in-Time Fertigung von variablen Broschüren für die Industrie“. Bei einer geführten Tour durch die Horizon Academy wird die gesamte Bandbreite der Produkte und Lösungen vorgestellt. Marisa Dütsch, Horizon Produktmanagerin, referiert über „Finishing first. Warum Druckdienstleister erst mit einer automatisierten, perfekt integrierten Weiterverarbeitung der variablen Druckproduktion das volle Potenzial entlocken“. Bernhard Niemela, Deutscher Drucker, widmet sich dem Thema: „Aktuelle Trends in der Weiterverarbeitung – eine Nachlese zur drupa“. Mit einer Podiumsdiskussion endet die Veranstaltung.

Ein DOXNET Round Table findet wieder während der Druck+Form in Sinsheim am 13. Oktober statt. Mit dieser Veranstaltungsreihe bietet der Verband Mitgliedern und Interessenten Treffen in einem zwanglosen Rahmen an, um sich über aktuelle Themen auszutauschen.

Der traditionelle DOXNET Tag in München geht am Donnerstag, 24. November, im Novotel München Messe über die Bühne. Das Thema lautet „Update 2016 – wo stehen wir heute“.

DOXNET vor Ort heißt die Reihe, die mehrmals jährlich in Kombination mit internationalen Messen (drupa) oder Veranstaltungen führender Anbieter (Hunkeler AG; Dataform GmbH, etc.) stattfindet. So am 3. Oktober 2016 in Wien und Großebersdorf (Dataform Datafest) und im Rahmen der Hunkeler Innvovationdays am 21. Februar 2017 in Luzern.

Der DOXNET Vorstand nimmt gerne Wünsche und Anregungen für Veranstaltungsideen und Themenvorschläge aus dem Kreis der Mitglieder entgegen.

Abschließend ein Überblick über die nächsten Termine der Fachkonferenz mit angeschlossener Ausstellung im Kongresszentrum Baden-Baden:

  • 19. Fachkonferenz und Ausstellung: 19. bis 21. Juni 2017
  • 20. Fachkonferenz und Ausstellung: 25. bis 27. Juni 2018
  • 21. Fachkonferenz und Ausstellung: 24. bis 26. Juni 2019
  • 22. Fachkonferenz und Ausstellung: 11. bis 13. Mai 2020 – Wegen der drupa bereits im Mai!
  • 23. Fachkonferenz und Ausstellung: 21. bis 23. Juni 2021
  • 24. Fachkonferenz und Ausstellung: 20. bis 22. Juni 2022
  • 25. Fachkonferenz und Ausstellung: 19. bis 21. Juni 2023

Harmonische und zügige DOXNET Mitgliederversammlung

Baden-Baden, 20.-22. Juni 2016. Mit der Mitgliederversammlung endete die 18. DOXNET Jahreskonferenz in Baden-Baden. Da erst im kommenden Jahr Vorstandswahlen anstehen, wurde die Tagesordnung zügig abgewickelt.

„Trotz drupa haben wir zur Jahreskonferenz wieder eine sehr gute Teilnehmerzahl erreicht, das hat uns gewundert und natürlich sehr gefreut. Da bin ich stolz drauf“, sagte Dehm, der in seinem Vorstandsbericht einen allgemeinen und statistischen Überblick gab. „Wir sind mit der Entwicklung sehr zufrieden, wir halten uns konstant bei über 700 Mitgliedern, das ist ein toller Wert.“ 726 Mitglieder und 211 Firmenmitgliedschaften unterstreichen die Stärke des Verbands. Bei der Struktur der Mitglieder stellen mit 46 Prozent weiterhin die Anwender die größte Gruppe. Mit 19 Prozent Consultants und 35 Prozent Hersteller sieht Dehm eine „anwendergetriebene“ Zusammensetzung und damit „einen optimalen Mix“. Der größte Teil der Mitglieder stammt aus Deutschland (598). Es folgen die Schweiz mit 83 und Österreich mit 29 Mitgliedern. Die restlichen 16 Mitglieder stammen aus Belgien, den Niederlanden, Großbritannien und den USA.

Schatzmeister Uwe Seltmann konnte wie in den Vorjahren auf ähnlichem Niveau liegende Zahlen verkünden. „Die Ausgaben und Einnahmen bewegen sich so, wie wir es erwartet haben“, sagte Seltmann. Für das laufende Jahr sind keine Änderungen im Haushaltsplan vorgesehen. Die Kassenprüfer bescheinigten Uwe Seltmann eine vorbildliche Kassenführung. Die Mitgliederversammlung folgte dem Antrag um Entlastung des Vorstands einstimmig.

Mit dem Verlauf der Jahreskonferenz zeigte sich Peter Dehm sehr zufrieden. Bei den Vorträgen stellte er eine steigende Zahl der Zuhörer fest. Der Education-Teil stieß bei den Kongressteilnehmern auf großes Interesse, dass man mit einem neuen "Education-Day" spezifische Themen im Detail beleuchten möchte. Die Premiere der 1. Veranstaltung steht unter dem Motto „Finishing im Digitaldruck-Umfeld“ und findet am 6. und 7. Juli 2016 mit freundlicher Unterstützung der Horizon GmbH in Quickborn statt.

Zum Abschluss bedankte sich Peter Dehm bei seinen Vorstandskollegen, den Sponsoren und allen Besuchern der Jahreskonferenz und warf einen Blick auf die zukünftigen Veranstaltungen (siehe Pressemitteilung „Veranstaltungsausblick“).

Der ehrenamtliche DOXNET Vorstand besteht aus:

Vorsitzender Peter Dehm (Kern-Data GmbH), stellv. Vorsitzende Gabriele Grosse (Rechenzentrum Schulte GmbH), Harald Eichhorn (HUK-Coburg), Karl Toni Gayer (Michael Schiffer GmbH + Co. KG), Uwe Hammann (DATEV eG), Robert Herele (Allianz Deutschland AG), Stefan Hunkeler (Hunkeler AG, Schweiz), Günter G. Müller (DB Print GmbH), Rainer Rindfleisch (Kern GmbH), Uwe Seltmann (icon Systemhaus GmbH) und Ralf Wittmann (Canon Deutschland GmbH).

Keynote-Speakerin Anja Förster fordert zum Querdenken auf

Baden-Baden, 20.-22. Juni 2016. Mit einem außergewöhnlichen Keynote-Vortrag startete die DOXNET Jahreskonferenz im Baden-Badener Kongresshaus. Bestsellerautorin Anja Förster spürt seit über 13 Jahren auf allen Kontinenten Unternehmen und Menschen auf, die ebenso unkonventionell wie erfolgreich sind. „Willkommen in der Welt der Querdenker“, begrüßte Förster die Zuhörer, um direkt zur Frage zu kommen, wie es ein Krankenhaus in London geschafft hat, seine Fehlerquote um 40 Prozent drücken. Die Antwort dazu gab sie am Ende ihres Vortrags.

Anja Förster könnte man als „Meisterin der Beobachtung“ bezeichnen. Messerscharf analysierte die Querdenkerin scheinbar Alltägliches und appellierte an die Teilnehmer, in ihrem beruflichen Alltag zu Strategen zu werden, die keine Lust haben, den Status Quo zu akzeptieren. „Ich möchte ihren rebellischen Geist wachrütteln“, sagte sie. Die strategische Option dazu lautet: „Alles, außer gewöhnlich.“ Beispiel Telefon: Früher konnte man mit einem Produkt in vier Farben den gesamten Markt abdecken, heute sind die Anforderungen an ein Smartphone ungleich höher.

„Alles fängt mit den Menschen an“, sagte Förster. Wer ein Unternehmen führt, erwartet von seinen Mitarbeitern Leidenschaft, Kreativität, Initiative, Intelligenz, Sorgfalt und Fleiß. Manches davon könne angeordnet werden, „das andere sind Geschenke, die ihre Mitarbeiter jeden Tag mitbringen – oder nicht. Sie können den Nährboden dafür schaffen, dass sich Leidenschaft, Kreativität und Initiative entfalten können“.

Sie zitierte den Rennfahrer Mario Andretti: „Wenn du glaubst, alles unter Kontrolle zu haben, dann fährst du einfach noch nicht schnell genug.“ Und den Unternehmer Alberto Alessi, für den klar ist: „Ein Unternehmen ohne Niederlagen ist kreativ tot.“ Aber wie kriegt man die PS auf die Straße? „Es ist wichtig, eine Kultur zu haben. Organisationen, denen es gelingt, Menschen unter ihrem Dach zu vereinen, werden in der Zukunft gute Erfolgsaussichten haben“, sagte Förster.

Die Management-Beraterin stiftete zum Querdenken an und forderte dazu auf, das Kernproblem zu identifizieren, eine Analogie in anderen Bereichen zu suchen und diese Analogie in den eigenen Bereich zu übertragen. Womit noch die Eingangsfrage aufgelöst werden muss: Die Verantwortlichen des Londoner Krankenhauses ließen ihre Prozesse von den Boxen-Stopp- Profis von Ferrari optimieren, seitdem sind sämtliche Abläufe so gut aufeinander abgestimmt, dass die Leistung der Klinik deutlich gesteigert werden konnte. Mit diesem Beispiel wollte sie ihre Zuhörer motivieren, mal etwas zu wagen und zu experimentieren. „Auf der Seite von Google laufen täglich 50 bis 200 Experimente“, führte sie als Beispiel an. „Google wagt etwas“, brachte sie die Erfolgsformel des Unternehmens auf den Punkt.

„Dein Geist ist wie ein Fallschirm: Er funktioniert nur, wenn er offen ist“, zitierte sie Frank Zappa. Anja Förster animierte zu einem ganz bewussten Perspektivenwechsel, zu einem „Vuja-de“ also der Umkehrung des De-javues: „Schau auf die Dinge, als ob du sie zum ersten Mal machen würdest.“ Außerdem plädierte sie für ein umgekehrtes Mentoring. „Der Mensch, der neu in ein Unternehmen reinkommt, ist derjenige, der einen unverbrauchten Blick auf Abläufe hat.“

Ihre Erfolgsformel brachte sie so auf den Punkt: Es geht um das Managen des Tagesgeschäfts, das selektive Vergessen der Vergangenheit und darum, die Zukunft zu gestalten. Das erstgenannte ist der Wettbewerb um die Gegenwart, die letzten beiden bilden den Wettbewerb um die Zukunft. „Machen sie sich auf den Weg“, forderte Förster die Zuhörer auf.